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Weinbau in DeutschlandDie Bezeichnung Deutscher Wein steht für Wein, der in Deutschland, dem nördlichsten Weinbaugebiet der Welt, angebaut wird. Für den Weinanbau gilt - neben dem europäischen - deutsches Weinrecht. Inhaltsverzeichnis: 1.0 Übersicht
1.0 Übersicht
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mit Rebstöcken |
Der Ahrwein wird im Weinbaugebiet Ahr angebaut, das seinen Namen von dem gleichnamigen Fluss hat. Es ist in Deutschland das größte geschlossene Weinbaugebiet für Rotwein.
Geschichte: Schon die Römer, die noch vor dem Jahr 0 die Gegend erreichten, sollen im Ahrtal Wein angebaut haben. Gesichert ist der Anbau jedoch erst seit dem 8. Jahrhundert.
Geographie und Klima: Das Ahrtal liegt im Norden von Rheinland-Pfalz entlang der Ahr zwischen Altenahr und Heimersheim. Im Norden grenzt es direkt an Nordrhein-Westfalen. Weil es sich vorwiegend von West/Südwest nach Ost/Nordost erstreckt, empfängt vor allem die linke Flussseite viele Sonnenstunden. Die dort gelegenen steilen, felsigen Südhänge heizen sich bei Sonnenbestrahlung rasch auf und geben die gespeicherte Wärme nur allmählich an die Reben weiter, so dass auch nachts ausgeglichene Temperaturen gewährleistet sind.
Gebietseinteilung und Sortenverhältnis: Geologisch und topographisch können zwei Anbauregionen unterschieden werden:
- Obere Region zwischen Altenahr und Marienthal (Ortsteil von Bad Neuenahr-Ahrweiler).
- Untere Region zwischen Walporzheim und Heimersheim (Ortsteile von Bad Neuenahr-Ahrweiler).
In diesen Gebieten werden 444 ha, das sind ca. 85,6 % (Stand: 2001) der Gesamtfläche, für den Anbau von roten Rebsorten genutzt.
Lagen:
- Heimersheim/Ahr: (Burggarten, Landskrone, Kapellenberg)
- Heppingen: (Burggarten, Berg)
- Bad Neuenahr: (Kirchtürmchen, Schieferley, Sonnenberg)
- Bachem: (Karlskopf, Sonnenschein, Steinkaul)
- Ahrweiler: (Daubhaus, Ursulinengarten, Silberberg, Forstberg, Riegelfeld, Rosenthal)
- Walporzheim: (Gärkammer, Kräuterberg, Pfaffenberg, Domlay, Alte Lay, Himmelchen)
- Marienthal: (Klostergarten, Siftsberg, Trotzenberg, Jesuitengarten, Rosenberg)
- Dernau: (Burgarten, Goldkaul, Hardtberg, Pfarrwingert, Schieferlay)
- Rech: (Herrenberg, Blume, Hardtberg)
- Mayschoss: (Burgberg, Laacher Berg, Mönchberg)
- Laach: (Reimerzhoven, Altenahr mit Eck und Übigberg)
- Grosslage: (Klosterberg)
Literatur: Carsten Sebastian Henn: Henns Weinführer Ahr, Köln (Emmons) 2006 Vera Kettenbach,Carsten S. Henn : Das Ahrtal von Bodendorf bis Altenahr (Mit Rotweinwanderweg), 48 S., 2005
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2. Baden
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am Bodensee |
Baden ist das südlichste und mit rund 15.900 ha Rebfläche das drittgrößte Weinbaugebiet in Deutschland. Als einziges deutsches Weinbaugebiet gehört es zur Weinbauzone B der Europäischen Union, wie auch das benachbarte Elsass, die Champagne und das Loire-Tal, die sämtlich in Frankreich liegen.
Bereiche: Weinbaubereiche in Baden sind: Badische Bergstraße, Bodensee, Breisgau, Kaiserstuhl, Kraichgau, Markgräfler Land, Ortenau, Tauberfranken sowie Tuniberg.
Rebsorten:
Weißwein: Angebaut werden unter Anderem die folgenden Rebsorten für Weißwein: Grauburgunder (Ruländer), Müller-Thurgau, Bacchus, Gutedel, Kerner, Klingelberger oder Riesling, Scheurebe, Muskateller, Nobling und Weißburgunder.
Rotwein: Für Rotwein angebaut werden vor allem Spätburgunder, Schwarzriesling, Dornfelder und Trollinger.
Cuvée / Verschnitt: Badisch Rotgold ist keine Rebsorte, sondern eine Cuvée aus Spätburgunder und Grauburgunder, wobei der Anteil an Spätburgunder mindestens 51 % betragen muss. Rotling ist dagegen ein Verschnitt aus roten und weißen Trauben beliebiger Sorten und in beliebigem Mischungsverhältnis.
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Das Bild Weinbau in Birnau basiert auf dem Bild Bodensee Weinbau Birnau aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Andreas Praefcke.
3. Franken
Das Weinbaugebiet Franken liegt im Nordwesten der Region Franken. Mit ca. 6.100 Ha Anbaufläche ist es eines der mittelgroßen Anbaugebiete Deutschlands. Der weitaus größte Teil der Rebflächen befindet sich im Bezirk Unterfranken, vor allem im Bereich der Täler von Main, Wern und Fränkischer Saale. Nennenswerte Anteile am Weinbaugebiet hat auch Mittelfranken, und zwar an den Hängen des Aischgrundes. Ein kleiner Teil liegt im Regierungsbezirk Oberfranken im Maintal nordwestlich von Bamberg.
Überblick:
Der Weinbau in Franken geht bis in das 8. Jahrhundert zurück. Dies belegt eine Schenkungsurkunde von Karl dem Großen aus dem Jahr 777. Vor allem Klöster bauten damals Reben zur Herstellung von Messwein an. Nachdem die Anbaufläche im Mittelalter zunächst stark (auf 40.000 Hektar) zugenommen hatte, schrumpfte sie im 20. Jahrhundert vorübergehend auf etwas über 2.000 Hektar.
Heute gibt es im Weinbaugebiet Franken etwa 6.000 Hektar Rebflächen; sie erstrecken sich von Bamberg bis Aschaffenburg. Wegen der oft strengen Winter und der Möglichkeit von Spätfrösten beschränkt sich das bewirtschaftete Gebiet auf geschützte Lagen entlang des Mains und an den Hängen des Steigerwalds. Von West nach Ost unterscheidet man drei Gebiete:
- Untermain am Mainviereck:
- Maindreieck:
An den teilweise steilen Weinbergen des Mains mit ihren Muschelkalkböden werden Silvaner angebaut, die zu den besten der Welt zählen. Weinkritiker behaupten, dass diese Gegend das einzige Gebiet Deutschlands sei, in dem der Silvaner bessere Ergebnisse hervorbringe als der Riesling. Auch Rotweine werden inzwischen angebaut, allerdings ist ihr Anteil noch gering. Bekannt ist vor allem die Lage Würzburger Stein; deren Wein ist als "Steinwein" schon seit Jahrhunderten bekannt und beliebt. Praktisch in allen Orten am Maindreieck wird Wein angebaut, oft auch von kleineren Weingütern, die zum Teil ebenfalls Weine sehr guter Qualität herstellen. Hier wurde wahrscheinlich auch der erste Silvaner Frankens gepflanzt. In einer Urkunde ist der Verkauf von 25 "Österreicher Fechser", einem Synonym für Silvaner, an einen Bauern in Obereisenheim, damals gehörig zur Grafschaft Castell, belegt. Diese Kaufurkunde vom 10. April 1659 - der älteste schriftliche Nachweis des Silvaners in Franken - liegt im Casteller Archiv.
Blick von der Wallfahrtskirche
Maria im Weingarten
auf Volkach
Wichtige Orte dieses Gebiets sind unter anderem Würzburg, Randersacker, Sommerhausen, Frickenhausen am Main, Sulzfeld am Main, Nordheim, Volkach und Hammelburg (älteste Weinstadt Frankens). - Steigerwald:
Speziell im Gebiet der Keuperböden um den Schwanberg werden ebenfalls sehr mineralstoffreiche Weine (vor allem Silvaner) produziert. Die bedeutendsten Ortschaften sind Iphofen (wichtigste Lage: Iphöfer Julius-Echter Berg), Rödelsee (Rödelseer Küchenmeister) und Castell (Casteller Schlossberg). Weitere bekannte Weinbaugemeinden und Weinlagen im oder am Steigerwald sind Abtswind (Abtswinder Altenberg), Oberschwarzach (Handthaler Stollberg), Ippesheim (Ippesheimer Herrschaftsberg) und Zeil am Main (Ziegelangerer Ölschnabel).
Rödelseer Tor in Iphofen
zu Füssen des Steigerwaldes
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Rotweinwanderweg zwischen Erlenbach und Klingenberg |
Am bayerischen Untermain, am westlichen Rand des Mainvierecks, sind die klimatischen und geologischen Bedingungen besonders geeignet für den in Franken seltenen Anbau von Rotwein.
Auf den hier vorhandenen Buntsandsteinböden werden deshalb seit Jahren vor allem Frühburgunder und Spätburgunder von oft hoher Qualität angebaut. Als beste Lage gilt der Centgrafenberg in Bürgstadt. Die dort produzierten Weine können sich mit nationalen und internationalen Burgundern messen. Der Weinführer Gault Millau WeinGuide hat im Jahr 2003 mit Paul Fürst (Weingut Rudolf Fürst, Bürgstadt) zum ersten Mal einen fränkischen Winzer zum Winzer des Jahres gewählt. Die wichtigsten Ortschaften sind Bürgstadt, Großheubach und Klingenberg am Main.
Das fränkische Rotwein-Anbaugebiet zwischen Großwallstadt und Bürgstadt ist seit dem Jahre 1990 durch den rund 55 Kilometer langen Fränkischen Rotwein-Wanderweg touristisch erschlossen.
Das Bild Fränkischer Rotwein Wanderweg basiert auf dem Bild Fränkischer Rotwein Wanderweg aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freien Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste des Autors verfügbar.
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Besonderheiten: Nicht zum Anbaugebiet Franken gehören bayerische Rebflächen am Bodensee um Lindau, die dem Anbaugebiet Württemberg angegliedert sind, sowie rudimentäre Restflächen an der Donau um Regensburg. Diese stellen ein eigenständiges Tafelweinbaugebiet „Regensburger Landwein der Donau“ dar und sind Überbleibsel eines ehemals ausgedehnten Weinbaues, der im Mittelalter an der Donau betrieben wurde. Der Wein wurde als Baierwein bezeichnet; in Bach an der Donau gibt es ein Baierweinmuseum.
Weine aus dem Baden-Württembergischen Tauberfranken werden ebenfalls als Frankenweine im traditionellen Bocksbeutel verkauft. Allerdings ist Tauberfranken offiziell Teil des Weinbaugebietes Baden.
Charakteristik des Frankenweins: Infolge der Bodenbeschaffenheit und des milden Klimas am Main entstehen sehr mineralstoffhaltige Weine mit würzigem Geschmack. Der Mineralstoffgehalt der Weine spielt deshalb - anders als in allen anderen Anbaugebieten - bei der Qualitätsprüfung ebenfalls eine Rolle.
Weine aus Franken werden häufig recht trocken ausgebaut und stehen allgemein im Ruf, trocken zu sein. Fränkisch trockene Weine dürfen nur halb soviel Restzucker enthalten wie die Weine anderer Anbaugebiete (vier statt neun Gramm je Liter). Jährlich werden 12.000 bis 14.000 Frankenweine amtlich geprüft, der Anteil der „fränkisch trockenen“ Weine liegt bei 40 %. Viele Weingüter stellen aber neben dem traditionellen „fränkisch trockenen“ Silvaner auch gute „international trockene“ Weine aus Rebsorten wie Riesling, Weißburgunder oder Grauburgunder her.
Traditionell spielt die Lage für den Frankenwein eine ebenso große Rolle wie der Winzer. Da die Lageangaben für Laien außerhalb Frankens aber nur wenig aussagekräftig sind, wurde in letzter Zeit versucht, den Wein auch unter bestimmten Markennamen zu verkaufen. Ein Beispiel hierfür ist der Tilman der Gebietswinzergenossenschaft Franken. Dahinter verbergen sich unterschiedliche Weine und Schaumweine aus unterschiedlichen Lagen, teilweise auch von unterschiedlichen Rebsorten.
Die Trinkreife fränkischer Weine ist sehr unterschiedlich. Einfache Qualitätsweine und Kabinettweine sollten möglichst früh getrunken werden, da bei ihnen mit der Zeit die Säure abnimmt und die für Frankengewächse typische Frische verloren geht. Gute trockene Spätlesen, restsüße Weine und hochwertige Rotweine (z. B. aus dem Barriquefass) sollten frühestens ein bis zwei Jahre nach der Abfüllung geöffnet werden (viele kommen ohnehin erst nach einem Jahr in den Verkauf) und können bei ordentlicher Lagerung auch nach mehr als zehn Jahren noch hervorragend schmecken. Edelsüße Weine, vor allem aus den Rebsorten Silvaner, Riesling, Rieslaner und Scheurebe, können bei sehr guten Jahrgängen Jahrzehnte überdauern.
Rebsorten: Ursprünglich war der Silvaner die wichtigste Rebsorte Frankens und galt als typischer Frankenwein. Um angesichts der klimatischen Schwierigkeiten bessere Erträge zu erreichen, wurden im 20. Jahrhundert große Flächen mit Müller-Thurgau bestockt. Diese Sorte nimmt inzwischen wieder ab, kommt allerdings immer noch am häufigsten vor.
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Rotweine spielen nur eine geringe Rolle (etwas mehr als 5 % der Fläche).
Die wichtigsten Rebsorten des Anbaugebiets nach Flächenanteilen (aus „Wein & Küche in Franken“ von Jochen Freihold):
- Müller-Thurgau 43,4 %
- Silvaner 20,5 %
- Bacchus 11,1 %
- Kerner 6,1 %
- Riesling 4,1 %
Der Bocksbeutel: Der Bocksbeutel ist für qualitativ höherwertige Frankenweine die bekannteste und typischste Flaschenform. Der Glaskörper ist flach und bauchig und hat nur einen kurzen Hals. Die Herleitung des Namens ist unklar; möglich ist, dass der Name aufgrund der Flaschenform vom Hodensack des Ziegenbocks hergeleitet wurde.
Seit 1989 ist der Bocksbeutel in der EU geschützt und darf nur noch für fränkische Weine verwendet werden. Eine Ausnahme bildet Tauberfranken im Weinbaugebiet Baden, das ebenfalls Weine in Bocksbeutel abfüllen darf, sowie eine Weinbauregion in Portugal.
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4. Hessische Bergstrasse
Geschichte:
Bereits vor 2000 Jahren entdeckten die Römer die Wald- und Blütenschönheit der "strata montana", der Bergstraße an den Hängen des Odenwaldes. Sie pflanzten die ersten Reben auf die sonnenbeschienenen Hügel der Region. Urkundlich wird der Bergsträßer Weinbau erstmals im 8. Jahrhundert von den Mönchen des Kloster Lorsch in ihrem Besitzstandverzeichnis, dem berühmten "Codex Laureshamensis" erwähnt. Das wechselvolle politische Schicksal der Landschaft an der Bergstraße führte in den folgenden Jahrhunderten dazu, dass das Gebiet erst zu Kurmainz und dann zur Kurpfalz gehörte. 1803 wurde der Teil der Bergstraße ab Heppenheim bis Darmstadt hessisch und der südliche Teil bis Heidelberg badisch. Früher bildeten beide Teile das Weinbaugebiet Bergstraße - nach der Trennung 1971 wurde die Hessische Bergstraße selbständiges Weinbaugebiet.
Klima:
Die Bergstraße ist in ganz Deutschland und über unsere Grenzen hinaus als der Frühlingsgarten bekannt. Hier erwacht der Frühling bevor er seine Blüten über alle deutsche Lande verteilt. Die Landschaft ist durch die Berge des Odenwaldes gegen raue Nord- und Ostwinde vortrefflich geschützt und bietet den Reben ideale Wachstumsbedingungen. Dieser natürliche Wall gegen Wind und Wetter macht die Bergstraße besonders im Frühling zum beliebten Ausflugsziel. Dann entfalten Mandelbäume und Pfirsiche, Aprikosen, Kirschen und Forsythien die Schönheit ihrer Blütenpracht. Im Sommer laden die nahegelegenen Wälder zu erholsamen Spaziergängen ein und im Herbst ist man glücklich über die mildwarme Sonne, die dem neuen Wein Reife und Fülle schenkt. Die durchschnittlichen Jahresklimawerte liegen bei 10° Celsius, dazu fast 1.600 Stunden Sonnenschein pro Jahr und 720 mm Niederschläge. Ein Klima, das sich durch eine lange Vegetationszeit auszeichnet und für den Anbau von Reben geradezu prädestiniert ist.
Weinbau und Winzerstand:
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an der Hessischen Weinstrasse |
Der Weinbau des insgesamt nur 450 Hektar großen Anbaugebietes wird durch eine verhältnismäßig große Zahl von Winzern betrieben. Viele kleine Parzellen prägen das Bild des Weinbaus in der Landschaft. Die Rebflächen werden in zunehmendem Maße durch Weingüter und hauptberufliche, traubenerzeugende Winzer bewirtschaftet. Es gibt aber auch noch eine beachtliche Zahl sogenannter Feierabend- oder Hobbywinzer, die mit großem Idealismus und Freude ihre Weinberge geradezu mustergültig bearbeiten.
Mehr als 600 Winzer haben sich in der Bergsträßer Winzer eG in Heppenheim und in der Odenwälder Winzergenossenschaft in Groß-Umstadt zusammen geschlossen. Das Staatsweingut Bergstraße, das städtische Weingut in Bensheim und eine Reihe von renommierten privaten Weingütern pflegen ebenfalls die Jahrhunderte alte Tradition des Bergsträßer Weinbaus.
Angefangen von gut gepflegten sorten- und gebietstypischen Qualitätsweinen bis hin zu absoluten Spitzenweinen findet man eigentlich alles, was den Weinfreund begeistern kann. Bergsträßer Weine sind von einer frischen, herzhaften Art. Sie sind eigenständig und bekömmlich. Sie beschwingen und erquicken Geist und Körper. Da die insgesamt erzeugten Mengen nicht zu groß sind, ist der Bergsträßer Wein nicht nur eine Spezialität, sondern auch eine wertvolle Rarität. Kenner wissen dies zu schätzen und reisen von sehr weit herbei, um sich etwas von dem Wein zu holen, den die Bergsträßer zum größten Teil selbst trinken.
(Quelle: www.bergstraesser-wein.de)
5. Mittelrhein
Das Weinbaugebiet Mittelrhein ist eine der dreizehn im deutschen Weingesetz als „bestimmtes Anbaugebiet“ ausgewiesenen Regionen für Qualitätswein. Es ist weitgehend identisch mit der geographischen Region Mittelrhein.
Geographische Lage:
Das Gebiet der Weinregion Mittelrhein erstreckt sich über ca. 110 km von der der Nahe bei Bingen bis zum Siebengebirge bei Bonn. Während am oberen Mittelrhein, von Bingen bis Koblenz, hauptsächlich die linke Hangseite entlang des Rheins mit Rebstöcken bepflanzt wurde, ist am unteren Mittelrhein, der von Koblenz bis zum Siebengebirge reicht, vor allem die rechte Uferseite bestockt.
Klima:
Am Mittelrhein herrscht ein gemäßigtes Klima, das heißt, es gibt verhältnismäßig viele Sonnentage, ohne dass die Hitze oder auch zu kalte Temperaturen überhand nehmen. In den Monaten Juni bis August regnet es – zumindest was die Vegetation des Weines betrifft – ausreichend, 570 mm im Mittel. Wie bei den meisten Weinbaugebieten hat es einen Grund, dass sie in der Nähe eines Stromes angesiedelt sind. Die Wasserfläche und die zur Sonne geneigten Böden speichern im Laufe des Tages Wärmeenergie, die sie auch noch weit nach Sonnenuntergang abgeben, so dass übermäßige Temperaturschwankungen vermieden werden. Die steilen Talhänge sorgen für einen schnellen Kaltluftabfluss. So kommt es, dass der Jahresdurchschnitt der Temperaturen bei erträglichen 9,3° Celsius liegt.
Böden:
Neben dem Klima ist die Beschaffenheit des Bodens eines der prägnantesten Kriterien für die Merkmale eines Weines. Die Böden sind für die Charakteristik und damit oft auch für die Unverwechselbarkeit des Gewächses verantwortlich. Am Mittelrhein beherrschen Schiefer- und Grauwackeverwitterungsböden die Landschaft, welche tagsüber die Wärme speichern. Im Norden sind die Böden vulkanischen Ursprungs. Bims und Tuffstein, aber auch Lössinseln, Lehm- und Rheinkieselböden sind zu finden.
Rebfläche und Lagen:
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auf den Rhein |
Die Gesamtrebfläche beträgt ca. 500 Hektar, das Gebiet ist in 11 Großlagen und 111 Einzellagen unterteilt.
Die Großlagen sind (von Süden nach Norden):
- Bereich Loreley: Burg Reichenstein / Bacharach, Burg Stahleck / Herrenberg / Oberwesel, Schloss Schönburg / Loreleyfelsen / St. Goar, Burg Rheinfels / Gedeonseck / Marksburg / Lahntal.
- Unterer Mittelrhein: Leutesdorf, Burg Hammerstein.
- Bereich Siebengebirge: Petersberg.
Die bedeutendsten Anbauorte sind Bacharach, Boppard und Leutesdorf, erstklassige Einzellagen sind:
- Bacharacher Hahn
- Bacharacher Posten
- Bacharacher Wolfshöhle
- Bopparder Hamm (Feuerlay, Mandelstein u. a.)
- Oberweseler Ölsberg
Rebsorten:
Riesling (ca. 70 % der Rebfläche), Spätburgunder (7 %), Müller-Thurgau beziehungsweise Rivaner (7 %), Kerner (5 %), Dornfelder (2 %), Scheurebe, Weißburgunder, Grauburgunder, Portugieser u. v. m.
Literatur: Carsten Sebastian Henn: Henns Weinführer Mittelrhein, Köln (Emmons) 2005
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Mittelrhein (Weinbaugebiet) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Das Bild "Blick vom Hammerstein auf den Rhein" basiert auf dem Bild Mittelrhein Hammerstein Brohl aus der freien Enyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Doris Antony, Berlin.
6. Mosel-Saar-Ruwer
Mosel-Saar-Ruwer bezeichnet ein deutsches Weinbaugebiet für Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete (QbA) im Tal der Mosel mit den Nebentälern von Saar und Ruwer. Tafelweine tragen die Gebietsbezeichnung "Rhein-Mosel" oder nur "Mosel".
In der Region liegt die älteste römische Stadt Deutschlands, Trier, der älteste Weinort Deutschlands, Neumagen, mit dem römischen Neumagener Weinschiff sowie die älteste Mühle nördlich der Alpen, die Karlsmühle römischen Ursprungs bei Mertesdorf. Die Region stellt das größte Steillagenweinbaugebiet der Welt und mit über 5000 Hektar die größte Rieslinganbaufläche weltweit dar. Der steilste Weinberg der Welt ist der Bremmer Calmont mit einer Steigung von 68 Prozent. 1967 entstand die Weinbruderschaft Mosel-Saar-Ruwer.
Die Gebietsbezeichnung entstand erstmals durch das Weingesetz von 1909. Eine Weinetikettierung mit "Mosel-Saar-Ruwer" erfolgte ab 1936. Wer ab Herbst 2007 einen Wein der Mosel-Saar-Ruwer-Region kauft, wird auf dem Etikett nur noch Mosel finden. Das Bundeskabinett beschloss am 9. August 2006 in Berlin eine entsprechende Änderung des Weingesetzes. „Das ist der Wunsch der Winzer aus der Region“, sagte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg in Berlin. Die Bezeichnung Mosel könne sich aus seiner Sicht besser international durchsetzen.
Im Anbaugebiet liegt unter anderem der Bernkasteler Doctor, der zu den teuersten landwirtschaftlichen Böden Deutschlands zählen soll. Der Bernkasteler Ring e.V. (gegründet 1899) und der Große Ring VDP Mosel-Saar-Ruwer e.V. (gegründet 1908) führen regelmäßig Weinversteigerungen durch.
Weinlagen:
Im Anbaugebiet werden sechs Bereiche mit 19 Großlagen und 524 Einzellagen unterschieden. 5.258 Winzer (Stand 2005) aus den 125 Weinorten an Mosel, Saar und Ruwer bewirtschaften die Rebstöcke auf 9.086 ha Weinbergsfläche und produzieren dort ca. 850.000 Hektoliter Wein (davon ca. 70.000 hl Rotwein) pro Jahr. Etwa 40% der Weinbergsflächen befinden sich an Uferlagen mit 30% bis über 60% Steigung (Steillagenweinbau).
Bereiche:
Die Bereiche enthalten die Großlagen mit ihren jeweiligen Leitgemeinden:
- Bereich Burg Cochem (Mosel von Koblenz bis Zell, 1469 Hektar)
Weinhex (Winningen)
Goldbäumchen (Bruttig)
Rosenhang (Briedern, Bruttig-Fankel, Cochem, Senheim, Valwig)
Grafschaft (Zell)
Schwarze Katz (Zell) - Bereich Bernkastel (Mosel von Briedel bis Trier, 5904 Hektar)
Vom heißen Stein (Reil)
Schwarzlay (Ürzig)
Nacktarsch (Kröv)
Münzlay (Graach an der Mosel, Wehlen, Zeltingen)
Badstube (Bernkastel)
Beerenlay (Lieser)
Kurfürstlay (Bernkastel, Brauneberg)
Michelsberg (Piesport)
St. Michael (Detzem, Klüsserath, Leiwen, Thörnich)
Probstberg (Longuich)
Römerlay (Trier) - Bereich Ruwertal (Ruwer von Waldrach bis Trier-Ruwer, 191 Hektar)
- Bereich Saar (Saar von Serrig bis Konz, 735 Hektar)
- Bereich Obermosel (Mosel von Igel bis Palzem, 700 Hektar)
Königsberg (Mesenich)
Gipfel (Nittel) - Bereich Moseltor (Moselbereich im Saarland, 111 Hektar)
Schloss Bübinger (Perl)
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an der Mosel |
Rebsorten:
| Rebsorte | Anteil |
| Riesling | 54 % |
| Müller-Thurgau | 22 % |
| Elbling | 9 % |
| Kerner | 8 % |
| Sonstige | 7 % |
Böden:
| Bodenart | Vorkommen | Anbau (überwiegend |
| Muschelkalk und Keuper | Moseltor und Obermosel | Elbling |
| Devon-Schiefer | Saar, Ruwer und Mittelmosel | Riesling |
| Tonschiefer und kieselsäurereiche Grauwacken | Untermosel | Müller-Thurgau |
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Das Bild "Steillagen bei Zell a.d. Mosel" basiert auf dem Bild Vineyard zell germany aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Torsten Lauterborn.
7. Nahe
Das Weinbaugebiet Nahe ist ein deutsches Weinbaugebiet und liegt im Bundesland Rheinland-Pfalz entlang des Flusses Nahe, wo schon seit der Römerzeit Wein angebaut wird. Auf über 4.387 ha werden hauptsächlich die Rebsorten Riesling (Anteil 26 %), Müller-Thurgau (18 %) sowie Silvaner (8 %) kultiviert. Zu 83 % wird Weißwein, zu 17 % Rotwein erzeugt.
Geographische Lage:
Das Weinbaugebiet Nahe, das erst seit 1971 als eigenständiges Weinbaugebiet geführt wird, erstreckt sich von der Mündung der Nahe flussaufwärts bis kurz vor Kirn sowie in die Nebentäler von Guldenbach, Gräfenbach, Glan und Alsenz.
Böden:
Im Bereich der Nahe herrscht eine enorme Bodenvielfalt: Quarz- und Schieferböden an der unteren, Porphyr, Melaphyr und Buntsandstein an der mittleren Nahe. Rund um Bad Kreuznach gibt es Verwitterungsböden und Tonüberlagerungen aus Sandstein, Löss und Lehm. Vor allem der Riesling bringt hier sehr mineralische, elegante Weine hervor.
Untergliederung:
Das Weinbaugebiet Nahe gliedert sich in zwei Bereiche mit sieben Großlagen sowie 328 Einzellagen.
Bereich Kreuznach:
-
Grosslagen:
- Schlosskapelle mit den Dörfern Münster (Ortsteil von Bad Münster am Stein-Ebernburg, Guldental, Laubenheim, Burg Layen, Windesheim, Schweppenhausen und Dorsheim
- Sonnenborn mit dem Dorf Langenlonsheim
- Pfarrgarten mit den Dörfern Wallhausen, Spabrücken, Dalberg, Hergenfeld, Sommerloch und Gutenberg/St. Ruppertsberg
- Kronenberg mit der Stadt Bad Kreuznach sowie den Dörfern Bretzenheim und Hargesheim
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Bereich Schlossböckelheim:
-
Großlagen:
- Rosengarten mit den Dörfern Mandel, Roxheim, Rüdesheim und Weinsheim
- Paradiesgarten mit den Dörfern Waldböckelheim, Meddersheim, Kirschroth, Monzingen u. a.
- Burgweg mit den Dörfern Niederhausen, Oberhausen, Norheim, Schlossböckelheim, Altenbamberg, Ebernburg, Traisen und Duchroth
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Das Bild "Waldböckelheim" basiert auf dem Bild Waldböckelheim2 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Gerd W. Zinke.
8. Pfalz
Im deutschen Weinbaugebiet Pfalz werden Qualitätsweine hergestellt, die als Pfalzweine bezeichnet werden. Nach Rheinhessen (etwa 260 km²) ist die Pfalz mit ca. 234 km² Anbaufläche das zweitgrößte deutsche Weinbaugebiet. Etwa 8.000 Winzerbetriebe, ein Teil davon im Nebenerwerb, pflegen hier gut 100 Mio. Rebstöcke.
Überblick:
Geographie:
Die Pfalz ist eine Region in Südwestdeutschland und liegt im Süden des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Nur 5 % der Fläche der Pfalz nimmt das gleichnamige Weinbaugebiet ein, in dem der Wein die Landwirtschaft bestimmt.
Pfälzischer Wein wird nahezu ausschließlich am Westrand der Vorderpfalz angebaut, der Ebene zwischen dem Rhein und dem Haardtgebirge, welches den östlichen Rand des Pfälzer Waldes bildet. Dort, am Übergang zwischen Flachland und Mittelgebirge, liegt auf 110 bis 150 m Höhe das schmale, etwa 85 km lange und maximal 15 km breite Hügelland der Haardt, die das größte pfälzische Weinbaugebiet darstellt. Allerdings ist bei weitem nicht ihre Gesamtfläche mit Weinbergen bewirtschaftet; die geeigneten Teile erstrecken sich vor allem beidseitig der Deutschen Weinstraße, die sich mitten durch die Haardt von Nord nach Süd zieht.
Ursprünglich war die Haardt dreigeteilt. Von Süd nach Nord gliederte sie sich in Ober-, Mittel- und Unterhaardt. Bei der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform 1969 wurde u. a. der Landkreis Frankenthal, zu dessen Westteil die Unterhaardt gehörte, aufgelöst und dieser Westteil dem neuen Landkreis Bad Dürkheim zugeschlagen. In der Folge wurden Mittel- und Unterhaardt als Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße zusammengelegt, aus der Oberhaardt wurde die Südliche Weinstraße. Damit besteht das Weinbaugebiet Haardt nur noch aus zwei etwa gleichgroßen Bereichen:
- Südliche Weinstraße – Der Bereich liegt gänzlich innerhalb des gleichnamigen Landkreises Südliche Weinstraße und reicht von der elsässischen Grenze im Süden - einzelne Flächen liegen bei Weißenburg sogar auf französischem Staatsgebiet - bis zur nördlichen Kreisgrenze südlich von Neustadt an der Weinstraße.
- Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße – Der Bereich beginnt an der Südgrenze von Neustadt; er umfasst die Stadt Neustadt sowie den Landkreis Bad Dürkheim und endet im Norden an der Grenze zu Rheinhessen.
Westlich der Nordgrenze der Haardt zu Rheinhessen hin schließt sich das Zellertal an, das zur Nordpfalz gehört und flächenmäßig das größte Gebiet ausmacht, welches außer der Haardt zum Weinbaugebiet Pfalz zählt. Andere Teile der Nordpfalz im Alsenz- und Glantal wurden dam Weinbaugebiet Nahe zugeschlagen. Auch in etlichen Gemeinden in der Rheinebene, die ebenfalls nicht Teil der Haardt sind, findet nennenswerter Weinbau statt. Allerdings reichen in der Pfalz, im Unterschied zu benachbarten Weinbaugebieten, die Weinberge nicht bis unmittelbar an den Rhein heran.
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der „Gimmeldinger Meerspinne“ zum Weinbiet |
Klima:
Die genannten kleinen Gebiete in der Nordpfalz profitieren im Einzelfall von besonders geschützter Lage, während die Vorderpfalz großräumig ideale klimatische Voraussetzungen für den Weinbau besitzt:Zunächst weist sie mit die mildesten Temperaturen in Deutschland auf. Die mittlere Jahrestemperatur liegt bei 10°C, die Durchschnittstemperatur im Sommer bei 20°C, im Winter bei 0°C. Hinzu kommt, dass die Rheinebene durch die sie einschließenden Gebirge weitgehend vor extremen Kaltlufteinbrüchen geschützt ist. Bei den Hanglagen der Haardt wird zudem die Gefahr von Frostschäden nach dem Austrieb der Reben im Frühjahr minimiert, weil in den Nächten entstehende Kaltluft nicht über den Weinbergen liegen bleibt, sondern zur Ebene hin abgleiten kann. Obendrein bewahrt das Haardtgebirge im Westen das in seinem Lee gelegene pfälzische Weinbaugebiet bei Südwest- oder Westwetterlagen vor zuviel Niederschlag; in Neustadt an der Weinstraße z. B. beläuft sich die jährliche Menge auf nicht einmal 500 mm.
Besonders Hängen, die nach Südost, Süd oder Südwest und damit zum Sonnenlauf hin ausgerichtet sind, kommt die Summe der aufgezählten Vorteile zugute.
Böden:
Die Böden an der Haardt bestehen durchweg aus Mischungen von Sand, Lehm, Mergel und Ton, allerdings wechseln die Anteile. Generell gelten die Böden an der Südlichen Weinstraße wegen ihres höheren Gehalts an Lehm als nährstoffreicher und damit als schwerer als diejenigen im Bereich Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße. Deren leichtere Böden sind durchlässiger für Wasser und bewirken, dass die Wurzeln des Weinstocks eher im Trockenen stehen, wodurch sich die umgebende Erdschicht stärker und nachhaltiger erwärmen kann. Dieser Umstand wird dafür verantwortlich gemacht, dass die Reben der Südpfalz höheren Ertrag bringen, während die pfälzischen Spitzenweinorte mehr zwischen Neustadt und Bad Dürkheim zu finden sind.
Geschichte:
Die Weinrebe kam mit den Römern kurz nach der Zeitenwende auch in die Pfalz. Ihre weitere Geschichte deckt sich mit derjenigen der übrigen deutschen Weinbaugebiete, wie sie unter Weinbau nachzulesen ist.
Nach dem Ende der napoleonischen Ära 1815 wurde die Pfalz ab 1816 durch Bayern zunächst als „Rheinkreis“ verwaltet und später zur Unterscheidung von der Oberpfalz bis nach dem Zweiten Weltkrieg als „Rheinpfalz“ bezeichnet. Vor diesem historischen Hintergrund stand „Rheinpfalz“ lange Zeit auch für das pfälzische Weinbaugebiet. Seit dem 27. August 1993 lautet der Name für dieses Anbaugebiet, der Benennung der Region folgend, ebenfalls „Pfalz“.
Rebsorten:
Das Verhältnis zwischen weißen und roten Rebsorten beträgt in der Pfalz etwa 2:1, wobei der Anbau von roten im Ansteigen begriffen ist.
- Weisse: Führende Rebsorte beim Pfälzer Weißwein ist seit langem der Riesling, der haltbare und bekömmliche, mitunter säurebetonte Weine hervorbringt. Der leichte Weiß- und der mittelschwere Grauburgunder haben ihren Marktanteil in der letzten Zeit stark erhöht, während die lange Zeit erfolgreiche Züchtung Kerner wieder verliert. Auch Silvaner als alte Rebsorte und Müller-Thurgau (Rivaner) als jüngere geraten immer mehr ins Hintertreffen. Regional bekannt sind außerdem Gewürztraminer, Morio-Muskat und Scheurebe. Für den im Herbst beliebten Federweißen werden bevorzugt die früh reifenden Sorten Bacchus und Ortega verwendet.
- Rote: Führende Rotweinsorte der Pfalz war lange Zeit der anspruchslose Portugieser. Heute wird er gezielt für Schoppenwein und Weißherbste angebaut. Im Zuge der Qualitätsverbesserung macht ihm der Spätburgunder (Pinot noir) zunehmend Konkurrenz. Enorme Zuwächse verzeichnet auch der Dornfelder, der wegen seiner Vorzüge als früh reifer und farbintensiver Massenträger allerdings zur Modesorte geworden ist. Weitere rote Sorten, die in nennenswertem Umfang angebaut werden, sind Regent, St. Laurent, Schwarzriesling, Heroldrebe, Acolon, Cabernet Sauvignon sowie Merlot.
Weinbaugemeinden:
Als Weinbaugemeinden in der Pfalz werden in der folgenden Tabelle Orte eingestuft, bei denen folgende Kriterien erfüllt sind:
- Lage in der Region Pfalz (ohne Weinbaugebiet Nahe)
- Weinbau als einer der Hauptwirtschaftsfaktoren
Die Gemeinden findet man auf der Landkarte von Nord nach Süd untereinander und, sofern sie hier in der gleichen Zeile aufgeführt sind, etwa in West-Ost-Richtung nebeneinander. Die Himmelsrichtungen entsprechen also denjenigen auf der Landkarte. Kursiv und in Klammern sind Sehenswürdigkeiten und überregional bedeutsame Feste ergänzt, die mit dem Weinbau in Zusammenhang stehen. Die Hintergrundfarben bedeuten:
| Deutsche Weinstrasse | Orte an der Deutschen Weinstrasse |
| Haardt | Orte in der Landschaft Haardt abseits der Deutschen Weinstrasse |
| Pfalz | Orte im Weinbaugebiet Pfalz abseits der Deutschen Weinstrasse und ausserhalb der Landschaft Haardt |
| Weinbaugemeinden und ihre Zuordnungen im Weinbaugebiet Pfalz: | ||||
|---|---|---|---|---|
| Zellertal mit gleichnamigem Ort | ||||
| Kindenheim | Bockenheim (Haus der Dt. Weinstrasse) (Mundart- dichter- wettstreit) |
|||
| Grünstadt- Asselheim | Obrigheim | |||
| Grünstadt | Obersülzen | Dirmstein | Heuchelheim | |
| Neuleiningen | Grünstadt- Sausenheim | Laumersheim | ||
| Kleinkarlbach | Kirchheim | Bissersheim | Grosskarl- bach (Kändel- gassenfest) | |
| Bobenheim am Berg | Dackenheim | |||
| Weisenheim am Berg | Herxheim am Berg | Freinsheim (Stadt- mauerfest) | ||
| Bad Dürkheim- Leistadt | Kallstadt | |||
| Bad Dürkheim- Ungstein | Erpolzheim | |||
| Bad Dürkheim (Dürkheimer Wurstmarkt) (Riesenfass) | ||||
| Wachenheim | Friedelsheim | Gönnheim | ||
| Forst | Ellerstadt | |||
| Deidesheim (Geissbock- versteigerung) | Niederkirchen | |||
| Neustadt- Königsbach | Ruppertsberg | Meckenheim | ||
| Neustadt- Gimmeldingen (Mandel- blütenfest) | Neustadt- Mußbach (Eselshautfest) | |||
| Neustadt- Haardt | ||||
| Neustadt an der Weinstrasse (Dt. Weinlesefest) (Neustadter Winzerfestzug) | ||||
| Neustadt- Hambach | Neustadt- Speyerdorf | |||
| Neustadt- Diedesfeld | Neustadt- Lachen | |||
| Maikammer | Kirrweiler | Neustadt- Duttweiler | ||
| St. Martin | ||||
| Edenkoben | ||||
| Weyher | Rhodt | |||
| Hainfeld | Edesheim | |||
| Burrweiler | Flemlingen | Roschbach | ||
| Gleisweiler | Böchingen | Walsheim | ||
| Frankweiler | Landau- Nußdorf | |||
| Siebeldingen | Landau- Godramstein | Landau- Dammheim | Bornheim | |
| Birkweiler | ||||
| Ranschbach | Landau- Arzheim | Landau in der Pfalz | ||
| Leinsweiler | Ilbesheim | Landau- Wolmesheim | ||
| Eschbach | Göcklingen | Landau- Mörzheim | ||
| Klingenmünster | Heuchelheim- Klingen | |||
| Gleiszellen- Gleishorbach | ||||
| Pleisweiler- Oberhofen | ||||
| Bad Bergzabern | Kapellen- Drusweiler | |||
| Oberotterbach | ||||
| Schweigen- Rechtenbach (Deutsches Weintor) | ||||
Weinlagen:
Weinbau in der Pfalz wird in mehr als zwei Dutzend Groß- und über 300 Einzellagen betrieben. Alle pfälzischen Weinlagen sind in der entsprechenden Liste enthalten.
Literatur: M. F. Mangold: Die Pfalz im Glas - Der Führer zu den besten Weinlagen und in die Keller der Region. Höma Verlag, Offenbach bei Landau 2005
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9. Rheingau
Der Rheingau ist nach § 3 des Weingesetzes eines von 13 Anbaugebieten für Qualitätswein in Deutschland. Es erstreckt sich hauptsächlich westlich des Rheinknies bei Wiesbaden auf einem schmalen Streifen zwischen dem hier nach Westen fließenden Rhein und den nördlich davon gelegenen Höhen des Taunus.
Westlichster Weinort ist Lorchhausen, östlichster Flörsheim am Main. Außerdem zählen dazu der Lohrberger Hang im Stadtgebiet von Frankfurt am Main und der nördlichste Weinberg Hessens, der Böddiger Berg in Felsberg. Damit ist das als Rheingau bezeichnete Weinbaugebiet größer als die eigentliche Region des Rheingaus, welche nur das rechtsrheinische Gebiet zwischen Wiesbaden und Rüdesheim bezeichnet.
Insgesamt hat das Weinbaugebiet eine Fläche von ca. 3.100 Hektar, auf der vorwiegend die Rebsorte Riesling angebaut wird.
Geographie und klimatische Verhältnisse
Klima:
Das Klima im Rheingau ist sehr mild, da er auf der Haupt-Wetterseite im Westen und Norden von den Höhen des Taunus geschützt ist. Dadurch, dass der Rhein hier nach Westen verläuft, gibt es im Rheingau vorwiegend Südhänge, die einer starken Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Dies wird zusätzlich durch die Reflektorwirkung der großen Wasserfläche des Rheins verstärkt. Im 30-jährigen Mittel (1971-2000) ergeben sich folgende Werte:
- Niederschläge: 582 mm in 12 Monaten, 361 mm in der Vegetationszeit (Messstelle Eltville)
- Sonnenscheinstunden: 1603 h in 12 Monaten, 1272 h in der Vegetationszeit (Messstelle Geisenheim)
- Mittlere Jahrestemperatur: 10,6 °C, 15,4 °C in der Vegetationszeit (Messstelle Eltville)
Geschichte des Weinbaus im Rheingau
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im Rheingau: Schloss Johannisberg |
Die Geschichte des Weinbaus am Rhein reicht bis in die Römerzeit zurück. Der "Weinkaiser" Probus (* 232, † 282) regte im heutigen Baden-Württemberg und in der Pfalz den Weinbau an. Jedoch schien dieser sich auf das linke Rheinufer zu beschränken. Im Rheingau gibt es keine konkreten Hinweise hierauf. Möglicherweise lag das an dem nahe gelegenen Limes, der nur wenige Kilometer nördlich durch den Taunus verlief. Während der Völkerwanderung gerät der Wein dann weitgehend in Vergessenheit.
Erst Karl der Große brachte neue Impulse. Der Legende nach blickte er von seiner Pfalz in Ingelheim über den Rhein und bemerkte, dass der Schnee am Johannisberg (→ Schloss Johannisberg) früher schmolz als anderswo. Er ordnete deswegen an, hier Reben anzubauen. Durch ihn wurden die Weinanbauflächen erheblich ausgedehnt. Der erste Weinbau auf dem Johannisberg ist aus dem Jahr 817 überliefert, in Walluf sogar bereits aus dem Jahr 779. Zunächst trug der Berg jedoch noch die Bezeichnung "Bischofsberg", welche vermutlich auf den Gelehrten Rabanus Maurus zurückgeht, der sich während seiner Zeit als Mainzer Erzbischof um 850 öfter im Rheingau aufhielt und auch starb. Durch eine Schenkung Kaiser Ottos II., welche als "Veroneser Schenkung" in die Geschichte einging, wurde der Rheingau Eigentum des Mainzer Erzbischof Willigis. Im Jahr 1100 ging er an die Benediktinermönche des Mainzer Stiftes St. Alban über, die hier ein Kloster gründeten. Die Abteikirche wurde im Jahr 1130 Johannes dem Täufer geweiht, was zur Umbenennung in Johannisberg führte.
Um diese Zeit erreichte der Weinbau in Deutschland einen Höhepunkt: Die Rebfläche war mit ca. 300.000 ha etwa dreimal so groß wie heute. An der Durchführung und Weiterentwicklung waren vor allem die Klöster beteiligt. Neben den Benediktinermönchen von Kloster Johannisberg waren dies im Rheingau vor allem die Zisterzienser aus dem Kloster Eberbach, welches sich in den nächsten Jahrhunderten zu einem Zentrum des Weinbaus entwickelte, von dem bedeutende Impulse ausgingen.
Rebsorten
Die bei weitem häufigste Rebsorte im Rheingau ist der Riesling (Weißwein). Er nimmt ca. 80 % der Anbaufläche und fast alle Spitzenlagen ein und hat eine sehr hohe Qualität. Eine Sonderstellung im Rheingau hat dabei der Weinort Assmannshausen. Hier wird auf 75 ha Spätburgunder (Rotwein) angebaut, womit dort gleichzeitig die größte zusammenhängende Anbaufläche für Spätburgunder in Deutschland besteht.
Insgesamt ergibt sich folgende Verteilung:
- Riesling 78,2 %
- Spätburgunder 12,7 %
- Sonstige Weiß 6,2 %
- Sonstige Rot 2,9 %
Der Hektarertrag liegt bei ca. 91,8 Hektoliter/Hektar.
Entdeckungen und Neuzüchtungen im Rheingau
Entstehung der Spätlese und Entdeckung der Edelfäule:
Bis ins 18. Jahrhundert war ein spätes Lesen in solch nördlichen Breitengraden wie im Rheingau nicht üblich, da die Winzer einen Fäulnisbefall der Trauben befürchteten. Die Zeit der Lese war deswegen auch von den Gemeinden vorgeschrieben.
Eine Ausnahme bildete das Schloss Johannisberg, welches dem Fürstbischof von Fulda gehörte. Bevor der Johannisberger Kellermeister alljährlich mit der Lese beginnen konnte, musste er zuvor die Erlaubnis aus Fulda einholen. Im Jahr 1775 verspätete sich jedoch der reitende Bote um 14 Tage. Über die Gründe gibt es mehrere Versionen; eine besagt, der Fürstbischof sei aufgrund eines Jagdausflugs nicht erreichbar gewesen, eine andere, dass der Bote von Räubern aufgehalten worden sei. Jedenfalls mussten die Mönche vom Kloster Johannisberg mit ansehen, wie ihre Reben von Fäulnis befallen wurden und zu schrumpfen anfingen. Geerntet wurde schließlich nach Eintreffen der Erlaubnis trotzdem, und wie sich zeigte, entstand zum Erstaunen der Kellermeister ein außergewöhnlich guter Wein. Durch dieses für den Weinbau epochale Ereignis war die Spätlese entdeckt und mit ihr die Tatsache, dass Wein aus edelfaulen Trauben von besonderer Güte sein kann. Diese Edelfäule war fortan verantwortlich für Raritäten mit Prädikatsbezeichnungen wie der Auslese, der Beerenauslese und der Trockenbeerenauslese.
Neuzüchtungen:
In Geisenheim wurde 1872 die Königlich Preußische Lehranstalt für Obst- und Weinbau gegründet, welche sich heute Forschungsanstalt für Garten- und Weinbau nennt und seit 1972 in Rahmen des Weinbau- und Önologiestudiums eng mit der Fachhochschule Wiesbaden, Fachbereich Geisenheim kooperiert. In der Forschungsanstalt wurden seitdem zahlreiche Entdeckungen auf dem Gebiet des Weinbaus gemacht.
Im Jahre 1882 züchtete der Botaniker, Biologe, Züchter und Dozent Hermann Müller, welcher aus dem schweizerischen Thurgau stammte, hier die nach ihm benannte neue Rebsorte Müller-Thurgau. Dieser ist heute nach dem Riesling die zweithäufigste Sorte in Deutschland und gilt weltweit als sehr erfolgreiche Züchtung, da er geringe Anforderungen an Boden und Klima stellt, früh reift und gute Erträge bringt. Nach neueren Erkenntnissen ist er allerdings entgegen der weitverbreiteten Meinung keine Kreuzung aus Riesling und Silvaner (wie der synomyme Name Rivaner suggeriert). Vielmehr war sich Müller selbst nicht mehr sicher, welche Eltern-Reben er verwendet hatte, Silvaner konnte aber durch Untersuchungen ausgeschlossen werden.
Der spätere Leiter der Forschungsanstalt, Prof. Dr. Heinrich Birk, züchtete ebenfalls mehrere Rebsorten. Zu den bekanntesten zählen der Ehrenfelser, eine 1929 entstandene Kreuzung aus Riesling und Silvaner, die nach der Burg Ehrenfels bei Rüdesheim benannt ist sowie der Rotberger von 1928, der Schönburger von 1939 und der nach der Burg Reichenstein bei Bingen benannte Reichensteiner (1939).
Weinlagen und Weingüter
Allgemeines:
Im Rheingau gibt es unterschiedliche Böden: leichte Verwitterungsböden in den höheren Lagen und zunehmend Löss, Lehm und Ton, je näher man sich dem Rhein in der Talsohle nähert. Geschmack und Charakter des Weines bestimmen sich aus der angetroffenen Bodenart, dessen Wasserdurchlässigkeit und Farbe. Diese haben nicht nur Einfluss auf das Wachstum der Rebe, sondern auch auf dessen Wärmezufuhr (feucht und hell = kalt, trocken und dunkel = warm). Es sind vier Hauptbodengruppen anzutreffen: Vulkanböden, auf denen füllige, gehaltvolle, feurige Weine wachsen, Schieferböden, die feinrassige, pikante, spritzige Weine ergeben, Keuper- und Muschelkalkböden, die herzhafte, kräftige Weine entstehen lassen und schließlich Löss- und Lehmböden, die gehaltvolle, bukettreiche Weine hervorbringen. Hinzu kommt, dass steilere und höher gelegene Lagen mehr Sonnenschein erhalten, da der Dunst, der sich in Rheinnähe bildet, hier weniger stark ist. Allerdings gibt es weiter oben auch den kühleren Wind.
Zusammengefasst zeichnen sich die Spitzenlagen deswegen durch eine gute Kombination zwischen Boden, Sonnenschein und geschützter Lage aus und lassen sich prinzipiell an jeder Stelle des Rheingaues finden. Die große Wasserfläche des Rheins trägt dabei zum Temperaturausgleich bei und wirkt gleichzeitig als Reflektor, der das Sonnenlicht auf die Weinberge lenkt und damit verstärkt.
Das gesamte Anbaugebiet ist in zehn Großlagen und 119 Einzellagen unterteilt.
Großlagen, Weinorte und Einzellagen:
| Großlagen | Weinorte | Bekannteste Einzellagen |
|---|---|---|
| Steinmächer | Eltville, Rauenthal, Martinsthal, Walluf, Schierstein, Frauenstein, Dotzheim | Eltviller Taubenberg, Eltviller Sonnenberg, Rauenthaler Baiken, Rauenthaler Gehrn, Martinsthaler Wildsau, Wallufer Vitusberg |
| Steil | Assmannshausen | Assmannshäuser Höllenberg |
| Mehrhölzchen | Hallgarten | Hallgartener Schönhell, Hallgartener Hendelberg |
| Honigberg | Johannisberg, Winkel, Mittelheim, Erbach | Winkeler Hasensprung, Schloss Vollrads, Eltviller Marcobrunn |
| Heiligenstock | Kiedrich | Kiedricher Klosterberg, Kiedricher Sandgrub |
| Gottesthal | Oestrich | Oestricher Lenchen, Schloss Reichartshausen |
| Erntebringer | Geisenheim, Johannisberg, Winkel, Mittelheim | Schloss Johannisberg, Hansenberg, Johannisberger Vogelsang, Winkeler Dachsberg |
| Deutelsberg | Hattenheim | Hattenheimer Steinberg |
| Daubhaus | Kostheim, Hochheim, Flörsheim, Wicker, Massenheim | Kostheimer Weißerd, Hochheimer Domdechaney, Hochheimer Königin-Vicoria-Berg, Wickerer Nonnberg |
| Burgweg | Lorchhausen, Lorch, Rüdesheim, Geisenheim | Rüdesheimer Berg Rottland, Rüdesheimer Berg Schlossberg, Rüdesheimer Drachenstein, Geisenheimer Mönchspfad, Lorcher Pfaffenwies |
Großlagenfrei ist der Wiesbadener Neroberg, der Lorberger Hang in Frankfurt am Main sowie der Böddiger Berg in Felsberg (Hessen) (Schwalm-Eder-Kreis) zählen darüber hinaus ebenfalls zum Weinbaugebiet Rheingau, obwohl sie geographisch nicht dazu gehören.
Für das vollständige Verzeichnis der Lagen siehe Liste der Weinlagen im Rheingau (http://de.wikipedia.org)
Weingüter:
Im Rheingau gibt es ca. 380 Weinbaubetriebe, die sich selbst vermarkten. Die meisten davon sind Familienbetriebe, die eine Rebfläche von vier bis acht Hektar bewirtschaften. Darüber hinaus gibt es drei Genossenschaften sowie ca. 35 größere Weingüter mit einer Rebfläche von jeweils 10 bis 50 Hektar. Letztere setzten vermehrt auf Export. Viele der Weingüter haben eine lange Tradition, auf die sie stolz sind. So lässt sich beispielsweise der Ursprung des Weingutes Johannishof auf das Jahr 1685, der des Weingutes Baron von Knyphausen als ehemaliger Teil des Kosters Eberbach sogar auf das Jahr 1141 zurück verfolgen.
Würdigungen und Zitate:
Die Rebsorte Silvaner heißt vor allem in der Schweiz nach der Rheingauer Weinlage auch "Johannisberger".
Das Synonym für deutschen Wein im englischsprachigen Raum ist "Hock", abgeleitet von der Stadt Hochheim am Main. Ein bekannter Ausspruch lautet: "A good Hock keeps away the doc!"
Ein Zitat von Heinrich Heine lautet: "Mon dieu, wenn ich doch so viel Glauben in mir hätte, dass ich Berge versetzen könnte, der Johannisberg wäre just derjenige Berg, den ich mir überall nachkommen ließe."
Literatur:
- Rheingau von A bis Z, Oliver Bock, Societäts Verlag, ISBN 3-7973-0921-X
- Im Rheingau unterwegs, Alfred Zirwes, Societäts Verlag
- Rheingau pur, Hans Ambrosi und Wolfgang Blum, Verlagsgruppe Rhein Main
- Schloss Johannisberg - Neun Jahrhunderte Weinkultur am Rhein, Wolfgang Schleicher, Josef Staab, Hans R. Seeliger, Woschek Verlagsgesellschaft, ISBN 3-924744-35-1
- Der Rheingauer Weinschmecker 2006/2007. Die 40 besten Straußwirtschaften und Gutsschänken, Oliver Bock, Societäts Verlag, 2005, ISBN 3797309678
- Touring in Wine Country : The Mosel & Rheingau, Hugh Johnson, Stuart Pigott, Verlag Mitchell Beazley, 1997, ISBN 1857328752 (englisch)
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10. Rheinhessen
Überblick:
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Worms-Pfeddersheim |
Ein Fünftel der rheinland-pfälzischen Region Rheinhessen, die auch die waldärmste Deutschlands ist, ist mit Rebstöcken bepflanzt. Über 6.000 Winzer produzieren pro Jahr mehr als 2,5 Mio. Hektoliter Wein aus ca. 120.000.000 Rebstöcken. Von den 136 Gemeinden Rheinhessens betreiben lediglich Budenheim, Hamm am Rhein und Hochborn keinen Weinbau.
Rheinhessen ist zudem eines der traditionsreichsten Anbaugebiete, in dem bereits seit 20 v. Chr. Wein angebaut wird. In Nierstein befindet sich die älteste urkundlich belegte Weinlage Deutschlands.
Aus Rheinhessen kamen vor dem Ersten Weltkrieg Weine, die bei internationalen Auktionen Spitzenpreise erzielten. Der Niersteiner Riesling z. B. genoss einen legendären Ruf. In jüngerer Zeit gab es allerdings eine Phase, in der zu sehr auf Quantität geachtet wurde, was den Ruf rheinhessischen Weines nachhaltig schädigte. Berühmt-berüchtigt ist in diesem Zusammenhang die Liebfrauenmilch aus der gleichnamigen Großlage.
Gegen Ende des 20. Jahrhunderts hat jedoch ein Umdenken eingesetzt. Einer neuen Winzergeneration ist es zu verdanken, dass der rheinhessische Wein sich nunmehr wieder eines guten Rufs erfreut. Rheinhessische Weingüter zählen zu den höchstdekorierten, und auch bekannte Weinkritiker und Weinführer heben die Qualität der Weine hervor. Meist handelt es sich um Riesling oder Silvaner, aber auch manche Rotweine werden gelobt. Kompromisslos auf Qualität setzenden Winzern (u. a. durch Ertragsbegrenzung, kontrollierte Vergärung usw.) gelingt es zunehmend, die geologische Vielfalt der Region zu nutzen und absolute Spitzengewächse zu erzeugen.
Das Bild Weinberge bei Worms-Pfeddersheim basiert auf dem Bild Weinberge bei Pfeddersheim aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Der Urheber des Bildes ist Bernd Oliver Sünderhauf.
Rebsorten:
77 % der rheinhessischen Rebfläche sind Weißweine. Rotwein wird großflächig nur in der Gegend um Ingelheim angebaut.
Beim Sortenspektrum der Weißweine dominieren Müller-Thurgau (ca. 25 %) und Silvaner. Weiterhin werden Riesling (9,9 %), Dornfelder (8,3 %), Kerner (7,5), Portugieser (7 %), Scheurebe (5,8 %) und Bacchus (5,5 %) angebaut.
Der Anbau wird begünstigt durch milde Temperaturen, viel Sonne und geringen Niederschlag.
Bereiche und Großlagen:
Bereich Bingen
- Sankt Rochuskapelle: Kempten, Gaulsheim, Büdesheim, Dietersheim, Sponsheim, Grolsheim, Gensingen, Horrweiler, Welgesheim, Biebelsheim, Pfaffen-Schwabenheim, Zotzenheim, Badenheim, Dromersheim, Ockenheim
- Abtey: Gau-Algesheim, Appenheim, Nieder-Hilbersheim, Sprendlingen, Sankt Johann, Wolfsheim, Partenheim
- Rheingrafenstein: Pleitersheim, Volxheim, Hackenheim, Frei-Laubersheim, Tiefenthal, Fürfeld, Stein-Bockenheim, Wonsheim, Neu-Bamberg, Siefersheim, Wöllstein, Eckelsheim
- Adelberg: Nack, Nieder-Wiesen, Wendelsheim, Flonheim, Uffhofen, Erbes-Büdesheim, Bornheim, Lonsheim, Bermersheim vor der Höhe, Armsheim, Schimsheim, Ensheim, Wörrstadt, Rommersheim, Sulzheim
- Kurfürstenstück: Gumbsheim, Gau-Bickelheim, Wöllstein, Wallertheim, Gau-Weinheim, Vendersheim
- Kaiserpfalz: Jugenheim, Engelstadt, Bubenheim, Schwabenheim, Groß-Winternheim, Ingelheim, Wackernheim, Heidesheim
Bereich Nierstein
- Sankt Alban: Hechtsheim, Laubenheim, Ebersheim, Bodenheim, Gau-Bischofsheim, Harxheim, Lörzweiler
- Domherr: Klein-Winternheim, Mainz, Ober-Olm, Essenheim, Elsheim, Stadecken, Saulheim, Udenheim, Schornsheim, Gabsheim
- Gutes Domtal: Nieder-Olm, Lörzweiler, Nackenheim, Schwabsburg, Dexheim, Dalheim, Weinolsheim, Friesenheim, Undenheim, Köngernheim, Selzen, Hahnheim, Sörgenloch, Zornheim, Mommenheim
- Spiegelberg: Nackenheim, Nierstein, Schwabsburg
- Rehbach: Nierstein
- Auflangen: Nierstein, Schwabsburg
- Güldenmorgen: Oppenheim, Dienheim, Uelversheim
- Krötenbrunnen: Oppenheim, Dienheim, Ludwigshöhe, Guntersblum, Gimbsheim, Alsheim, Eich, Mettenheim, Hillesheim, Wintersheim, Dolgesheim, Eimsheim, Uelversheim
- Vögelsgärten: Ludwigshöhe, Guntersblum
- Petersberg: Bechtolsheim, Gau-Odernheim, Gau-Köngernheim, Framersheim, Gau-Heppenheim, Albig, Alzey, Biebelnheim, Spiesheim
- Rheinblick: Alsheim, Dorn-Dürkheim, Mettenheim
Bereich Wonnegau
- Sybillinenstein: Bechenheim, Offenheim, Mauchenheim, Weinheim, Heimersheim, Alzey, Kettenheim, Dautenheim, Wahlheim, Freimersheim
- Bergkloster: Esselborn, Flomborn, Eppelsheim, Dintesheim, Hangen-Weisheim, Gundersheim, Gundheim, Bermersheim, Westhofen
- Pilgerpfad: Frettenheim, Dittelsheim, Heßloch, Monzernheim, Bechtheim, Osthofen
- Gotteshilfe: Bechtheim, Osthofen
- Burg Rodenstein: Ober-Flörsheim, Bermersheim, Dalsheim, Nieder-Flörsheim, Mörstadt
- Domblick: Mölsheim, Monsheim, Wachenheim, Kriegsheim, Hohen-Sülzen, Offstein
- Liebfrauenmorgen: Worms, Worms-Leiselheim, Worms-Abenheim, Worms-Herrnsheim, Worms-Pfeddersheim, Worms-Horchheim, Worms-Weinsheim, Worms-Wiesoppenheim, Worms-Heppenheim
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11. Saale-Unstrut
Saale-Unstrut-Region
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Die Saale-Unstrut-Region ist ein Weinbaugebiet Deutschlands in Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Zentrum in Freyburg (Unstrut).
Es erstreckt sich an der Unstrut von Laucha bis zur Mündung in die Saale bei Naumburg (so genannter Blütengrund) sowie an der Saale von Jena bis Naumburg mit nennenswerten Weinbergen in Kaatschen, Schulpforta und Bad Kösen. Außerhalb der Flusshänge gibt es Weinberge u. a. in Bad Sulza und am Süßen See, die ebenfalls zur Saale-Unstrut-Region gerechnet werden.
Karge Böden (Muschelkalk, Buntsandstein), unzuverlässige Niederschläge (Regenschatten der Mittelgebirge Harz und Thüringer Wald) und die nördliche Lage lassen vor allem frühreifende Sorten wie Müller-Thurgau, Weißburgunder und Silvaner gedeihen, die aber in guten Jahren zu preisgekrönten trockenen Weinen ausgebaut werden. Die bebaute Rebfläche beträgt zwischen 600 und 900 Hektar (in den zurückliegenden Jahren stark schwankend).
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Das Bild - Weingärten - basiert auf einem Bild des Weinbauverbandes Saale-Unstrut. Näheres über die Urheber des Bildes und über dieses Weinbaugebiet erfahren Sie, wenn Sie auf diesen Link oder auf das Bild klicken.
12. Sachsen
Das Weinbaugebiet Sachsen ist eines der kleinsten und am weitesten nördlich gelegenen in Deutschland. Es liegt fast ausschließlich im Ballungsraum Dresden. Die Lagen befinden sich in Sachsen und in kleinen Teilen auch in Sachsen-Anhalt und Brandenburg.
Geschichte:
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bei Meißen |
Seit über 800 Jahren werden in Sachsen Reben kultiviert; der Anbau geht zurück auf Bischof Benno von Meißen. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert vernichtete die Reblaus einen Großteil der Weinstöcke. Bodenspekulation tat ihr Übriges zum fast vollständigen Niedergang des Weinbaus.
Klima:
Dass trotz der exponierten Lage (mehr als 51° nördlicher Breite) gute Weine erzeugt werden, ist dem günstigen Klima im Elbtal mit seinen Lössböden zu verdanken. Zeitweise vorherrschende kontinentale Wetterlagen im Sommer und Herbst bewirken lange sonnige Perioden.
Größe und Rebsorten:
Mit 449 ha Rebfläche (davon 427 ha bestockt, Stand 2003) ist das Weinbaugebiet Sachsen das zweitkleinste zusammenhängende Weinbaugebiet in Deutschland. Es werden fast ausschließlich weiße Rebsorten angebaut, und zwar Goldriesling, eine nur hier verwendete Rebe, sowie Weißburgunder, Traminer, Müller-Thurgau, Elbling, Bacchus, Riesling, Scheurebe und Grauburgunder (Ruländer). Erwähnenswert ist noch die Produktion von Sekt.
Einteilung:
Der Weinbauverband in Sachsen teilt das Weinbaugebiet in zwei Bereiche um Meißen (Elbtal) und im Elstertal ein.
- Elbtal - Im Bereich Meißen befinden sich drei Großlagen: um Meißen (Großlage Spaargebirge), um Radebeul (Großlage Lößnitz) und um Pillnitz (Großlage Elbhänge). Dresden gehört zum Weinbaugebiet an der Elbe und besitzt in Pillnitz und Wachwitz auch innerhalb seines Stadtgebietes Weinberge.
- Elstertal – Der Bereich weiter nördlich an der Schwarzen Elster besitzt nur kleinere Einzellagen
Vermarktung:
Gegenwärtig ist der größte Weinerzeuger die Sächsische Winzergenossenschaft in Meißen, der mehr als 2.000 Winzer mit kleiner Rebfläche angehören, die meist nebenberuflich tätig sind. Daneben gibt es ein staatliches Weingut (Schloss Wackerbarth, Radebeul) und 15 private Weingüter. Straußwirtschaften bzw. Besenwirtschaften zeigen an, dass Wein ausgeschenkt wird. Der Winzerchor aus Meißen hat sich dem Liedgut rund um den Wein verschrieben und singt auf Weinfesten Trink- und Volkslieder.
Zur Belebung des Tourismus wurden die Sächsische Weinstraße und der Sächsische Weinwanderweg eingerichtet. Ähnlich wie die Sächsische Schweiz oder die Sehenswürdigkeiten um Moritzburg besitzt das Weinbaugebiet für Dresden einen hohen Stellenwert als Sehenswürdigkeit in der unmittelbaren Umgebung. In Dresden sind die Weinberge Teil der Kulturlanschaft Dresdner Elbtal.
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Das Bild - Weinberge im Spaargebirge bei Meißen - basiert auf dem Bild Meissen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Den Urheber des Bildes sehen Sie, wenn Sie auf das Bild klicken.13. Württemberg
Württemberger Wein wird im Weinbaugebiet Württemberg im Süden Deutschlands angebaut. Im Jahre 2002 erreichte der "Württemberger" einen Anteil von 12 % an der deutschen Weinerzeugung. Der Wein aus Württemberg ist berühmt für seine Rotweinlagen. Die häufigsten Rebsorten sind Trollinger und Riesling. Durch das Weinbaugebiet führt seit Oktober 2004 die Württemberger Weinstraße, die aus der früheren Schwäbischen Weinstraße hervorgegangen ist.
Geographische Lage und Klima:
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und dem Burgberg |
Das Weinbaugebiet Württemberg liegt im Süden von Deutschland. Es erstreckt sich zwischen dem nördlichen Bereich Kocher-Jagst-Tauber, der an Franken anschließt und für seine spritzigen Weißweine bekannt ist, entlang dem Neckartal über Heilbronn und Stuttgart bis Tübingen. Ein kleiner Bereich am württembergischen Bodensee in der Nähe von Lindau gehört ebenfalls dazu. Die Weinlagen am Bayrischen Bodensee sind weingeographisch Württemberg angegliedert und nicht Franken.
Das günstige Kleinklima entlang des Neckars und die hitzigen Muschelkalk- und Keuperböden lassen ausdruckstarke Rotweine gedeihen. Heiße Sommer und sonnige Herbsttage sorgen für hohe Qualität und gute Ernteerträge. Winterfröste im kontinental geprägten Klima führen in manchen Jahren zu Ertragsschwankungen.
Im Stuttgarter Raum und der Esslinger Gegend wachsen an den Steilhängen des Neckartals füllige, charaktervolle Trollinger, rassige und fruchtige Rieslingweine und würzige Kerner. Der Boden und das warme Klima eignen sich ebenso für Müller-Thurgau, Portugieser und Dornfelder.
Brauner Jura und vulkanischer Boden drücken den sortentypischen Weinen im Oberen Neckartal und in Metzingen ihren Stempel auf. Zartnervig und fein, so deklariert der Kellermeister die hauptsächlich weißen Tropfen: Silvaner, Kerner, Müller-Thurgau und Spätburgunder.
Geologische Besonderheiten:
Felsige Hanglagen mit Sedimenten.
Gebietseinteilung (Bereiche, Großlagen):
Innerhalb von Württemberg gibt es 6 Bereiche, 17 Großlagen und über 200 Einzellagen.
Bereich Württembergischer Bodensee:
KEINE GROSSLAGE
- Ravensburg (Ort keine GROSSLAGEN): Rauenegg
- Kressbronn am Bodensee (Ort keine GROSSLAGEN): Berghalde
Bereich Bayerischer Bodensee:
GROSSLAGE Lindauer Seegarten
- Nonnenhorn (Ort): Seehalde - Sonnenbichl
- Lindau (Bodensee) (Ort): Spitalhalde
- Wasserburg (Bodensee) (Ort): Spitalhalde
- Hattnau (Ort): Weinhalde
Bereich Kocher-Jagst-Tauber:
GROSSLAGE Tauberberg
- Markelsheim (Ort): Mönchsberg - Probstberg
- Elpersheim (Ort): Mönchsberg - Probstberg
- Weikersheim (Ort): Hardt - Schmecker - Karlsberg
- Schäftersheim (Ort): Klosterberg
- Laudenbach (Ort): Schafsteige
- Haagen (Ort): Schafsteige
- Niederstetten (Ort): Schafsteige
- Niederstetten Ortsteil Wermutshausen (Ort): Schafsteige
- Niederstetten Ortsteil Vorbachzimmern (Ort): Schafsteige
- Niederstetten-Oberstetten (Ort): Schafsteige
GROSSLAGE Kocherberg
- Dörzbach (Ort): Altenberg
- Belsenberg (Ort): Heiligkreuz
- Künzelsau (Ort): Hoher Berg
- Ingelfingen (Ort): Hoher Berg
- Ingelfingen-Criesbach (Ort): Hoher Berg - Burgstall
- Niedernhall (Ort): Hoher Berg - Burgstall - Engweg - Altenberg
- Weißbach (Ort): Engweg - Altenberg
- Forchtenberg (Ort): Flatterberg
- Forchtenberg-Ernsbach (Ort): Flatterberg
- Bieringen (Ort): Schlüsselberg
- Widdern (Ort): Hofberg
- Neudenau (Ort): Hofberg
- Herbolzheim (Neudenau) (Ort): Hofberg
- Siglingen (Neudenau) (Ort): Hofberg
- Möckmühl (Ort): Hofberg - Ammerlanden
- Kochersteinsfeld (Ort): Rosenberg
Bereich Remstal-Stuttgart:
GROSSLAGE Weinsteige
- Gerlingen (Ort): Bopser
- Leonberg (Ort): Ehrenberg
- Stuttgart (Ort): Mönchshalde - Kriegsberg
- Degerloch (Ort): Scharrenberg
- Hohenheim (Ort): Schloßberg
- Bad Cannstatt (Ort): Mönchshaldeberg - Steinhalde Zuckerle - Halde - Herzogenberg - Mönchberg
- Feuerbach (Ort): Berg
- Zuffenhausen (Ort): Berg
- Wangen (Ort): Berg
- Münster (Ort): Berg - Steinhalde - Zuckerle
- Mühlhausen (Ort): Steinhalde - Zuckerle
- Hofen (Ort): Zuckerle
- Untertürkheim (Ort): Herzogenberg - Mönchberg - Altenberg - Gips - Schloßberg - Lämmler
- Rotenberg (Ort): Schloßberg
- Uhlbach (Ort): Götzenberg
- Gaisburg (Ort): Abelsberg
- Hedelfingen (Ort): Lenzenberg
- Rohracker (Ort): Lenzenberg
- Obertürkheim (Ort): Kirchberg
- Fellbach (Ort): Herzogenberg - Mönchberg - Altenberg - Gips - Schloßberg - Lämmler
- Esslingen am Neckar (Ort): Schenkenberg - Burg
- Esslingen Ortsteil Mettingen (Ort): Kirchenburg - Schenkenberg
- Plochingen (Ort): Hansen
GROSSLAGE Kopf
- Korb (Ort): Sommerhalde - Berg - Hörnle
- Kleinheppach (Ort): Greiner
- Waiblingen (Ort): Hörnie
- Neustadt (Ort): Söhrenberg
- Beinstein (Ort): Großmulde
- Winnenden (Ort): Berg - Holzenberg - Roßberg
- Winnenden Ortsteil Hanweiler (Ort): Berg
- Winnenden Ortsteil Burg (Ort): Schloßberg
- Breuningsweiler (Ort): Holzenberg
- Großheppach (Ort): Wanne
- Grunbach (Rems) (Ort): Berghalde
- Winterbach (Ort): Hungerberg
- Schorndorf (Ort): Grafenberg
GROSSLAGE Wartbühl
- Winnenden (Ort): Haselstein
- Winnenden Ortsteil Baach (Ort): Himmelreich
- Hertmannsweiler (Ort): Himmelreich
- Breuningsweiler (Ort): Haselstein
- Hanweiler (Ort): Maien
- Waiblingen (Ort): Steingrüble
- Korb (Ort): Steingrüble
- Kleinheppach (Ort): Steingrüble - Sonnenberg
- Großheppach (Ort): Steingrüble - Zügernberg
- Beutelsbach (Ort): Sonnenberg - Altenberg - Käppele
- Schnait (Ort): Sonnenberg - Altenberg
- Endersbach (Ort): Wetzstein - Happenhalde
- Strümpfelbach (Ort): Gastenklinge - Nonnenberg
- Grunbach (Rems) (Ort): Klinge
- Geradstetten (Ort): Sonnenberg - Lichtenberg
- Hebsack (Ort): Lichtenberg
- Aichelberg (Aichwald) (Ort): Luginsland
- Stetten im Remstal (Ort): Pulvermächer - Lindhälder - Brotwasser - Häder
- Rommelshausen (Ort): Häder
GROSSLAGE Sonnenbühl
- Weinstadt-Beutelsbach
- Schnait
- Strümpfelbach
- Endersbach
- Stetten im Remstal
- Rommelshausen
GROSSLAGE Hohenneuffen
- Beuren
- Frickenhausen
- Frickenhausen-Linsenhofen
- Kohlberg
- Metzingen
- Neuffen-Kappishäusern
- Neuffen
- Weilheim an der Teck
Bereich Oberer Neckar:
Keine GROSSLAGEN
- Ammerbuch
- Breitenholz Hinterhalde
- Reutlingen
- Rottenburg
- Tübingen Sommerhalde
- Unterjesingen Sonnenhalde
- Wendelsheim Kapellenberg
Bereich Württembergisch Unterland:
GROSSLAGE Staufenberg
- Neckarzimmern (Ort): Wallmauer - Götzhalde - Kirchweinberg
- Gundelsheim (Ort): Himmelreich
- Duttenberg (Ort): Schön
- Offenau (Ort): Schön
- Bretzfeld-Brettach (Ort): Berg
- Untereisesheim (Ort): Vogelsang
- Oedheim (Ort): Kayberg
- Weinsberg (Ort): Kayberg
- Binswangen (Ort): Kayberg
- Neckarsulm (Ort): Scheuerberg
- Erlenbach (Ort): Kayberg
- Gellmersbach (Ort): Dezberg
- Eberstadt (Ort): Dezberg
- Ellhofen (Ort): Ranzenberg
- Heilbronn (Ort): Stiftsberg - Wartberg - Stahlbühl
- Horkheim (Ort): Stiftsberg
- Talheim (Ort): Stiftsberg
GROSSLAGE Lindelberg
- Kesselfeld (Ort): Schwobajörgle
- Kesselfeld Ortsteil Obersöllbach (Ort): Margarete
- Öhringen-Michelbach (Ort): Margarete - Dachsteiger
- Öhringen-Verrenberg (Ort): Goldberg - Verrenberg
- Pfedelbach (Ort): Goldberg
- Pfedelbach-Untersteinbach (Ort): Dachsteiger
- Pfedelbach-Harsberg (Ort): Dachsteiger
- Pfedelbach-Oberohrn (Ort): Dachsteiger
- Pfedelbach-Windischenbach (Ort): Goldberg
- Heuholz (Ort): Dachsteiger
- Untersteinbach (Ort): Schneckenhof
- Wüstenrot Ortsteil Maienfels (Ort): Schneckenhof
- Bretzfeld (Ort): Goldberg
- Adolzfurt (Ort): Schneckenhof
- Geddelsbach (Ort): Schneckenhof
- Rappach (Ort): Himmelreich
- Schwabbach (Ort): Himmelreich
- Siebeneich (Ort): Himmelreich
- Dimbach (Ort): Himmelreich
- Waldbach (Ort): Himmelreich
- Langenbeutingen (Ort): Himmelreich
GROSSLAGE Salzberg
- Eberstadt (Ort): Somerhalde - Eberfürst
- Cleversulzbach (Ort): Eberfürst
- Weinsberg (Ort): Steinacker
- Grantschen (Ort): Wildenberg
- Wimmental (Ort): Altenberg
- Ellhofen (Ort): Steinacker - Wildenberg
- Lehrensteinsfeld (Ort): Steinacker
- Sülzbach (Ort): Altenberg
- Willsbach (Ort): Dieblesberg
- Affaltrach (Ort): Dieblesberg
- Eschenau (Ort): Paradies
- Eichelberg (Ort): Hundsberg
- Weiler (Ort): Hundsberg - Schlierbach
- Löwenstein (Ort): Altenberg - Wohlfahrtsberg
- Löwenstein Ortsteil Hößlinsülz (Ort): Dieblesberg
GROSSLAGE Schozachtal
- Abstatt (Ort): Sommerberg - Burgberg - Burg Wildeck
- Löwenstein (Ort): Sommerberg
- Unterheinriet (Ort): Sommerberg
- Ilsfeld (Ort): Rappen
- Auenstein (Ort): Burgberg - Schloßberg
GROSSLAGE Wunnenstein
- Beilstein (Ort): Wartberg - Steinberg
- Beilstein Ortsteil Hohenbeilstein (Ort): Schloßwengert
- Oberstenfeld (Ort): Forstberg - Lichtenberg - Harzberg
- Oberstenfeld, Ortsteil Gronau (Ort): Forstberg
- Ilsfeld (Ort): Lichtenberg
- Großbottwar (Ort): Lichtenberg - Harzberg
- Großbottwar Ortsteil Winzerhausen (Ort): Lichtenberg -Harzberg
- Großbottwar Ortsteile Hof und Lembach (Ort): Lichtenberg - Harzberg
- Steinheim an der Murr (Ort): Lichtenberg
- Kleinbottwar (Ort): Lichtenberg - Oberer Berg - Süßmund -Götzenburg
- Ludwigsburg Ortsteil Hoheneck (Ort): Oberer Berg
GROSSLAGE Kirchenweinberg
- Heilbronn (Ort): Sonnenberg - Altenberg
- Flein (Ort): Sonnenberg - Altenberg - Eselsberg
- Untergruppenbach (Ort): Schloßberg
- Talheim (Ort): Sonnenberg - Schloßberg - Hohe Eiche
- Lauffen am Neckar (Ort): Katzenbeißer - Riederbückele - Jungfer
- Neckarwestheim (Ort): Herrlesberg
- Ilsfeld Ortsteil Schozach (Ort): Schelmenklinge - Roter Berg
GROSSLAGE Heuchelberg
- Leingarten Ortsteil Schluchtern (Ort): Leiersberg - Grafenberg
- Leingarten Ortsteil Großgartach (Ort): Grafenberg
- Botenheim (Ort): Ochsenberg
- Cleebronn (Ort): Michaelsberg
- Dürrenzimmern (Ort): Mönchsberg
- Eibensbach (Ort): Michaelsberg
- Frauenzimmern (Ort): Michaelsberg - Kaiserberg
- Brackenheim (Ort): Schloßberg - Dachsberg - Zweifelsberg - Wolfsaugen - Mönchsberg
- Michelbach (Ort): Hohenberg
- Güglingen (Ort): Michaelsberg - Kaiserberg
- Hausen (Ort): Jupiterberg
- Haberschlacht (Ort): Dachsberg
- Kleingartach (Ort): Grafenberg
- Gemmingen (Ort): Sonnenberg
- Massenbachhausen (Ort): Krahenberg
- Ochsenburg (Ort): Hahnenberg
- Meimsheim (Ort): Katzenöhrle
- Neipperg (Ort): Grafenberg - Schloßberg - Steingrube
- Niederhofen (Ort): Grafenberg
- Nordhausen (Ort): Sonntagsberg
- Nordheim (Ort): Grafenberg - Ruthe - Sonntagsberg - Grafenberg
- Klingenberg (Ort): Sonntagsberg - Schloßberg
- Böckingen (Ort): Sonntagsberg
- Pfaffenhofen (Ort): Hohenberg
- Pfaffenhofen-Weiler (Ort): Hohenberg
- Schwaigern (Ort): Grafenberg - Ruthe - Sonnenberg
- Schwaigern-Stetten am Heuchelberg (Ort): Sonnenberg
- Stockheim (Ort): Altenberg
- Zaberfeld (Ort): Hohenberg
- Zaberfeld-Leonbronn (Ort): Hahnenberg
GROSSLAGE Stromberg
- Bönnigheim (Ort): Kirchberg - Sonnenberg
- Diefenbach (Ort): König
- Ensingen (Ort): Schanzreiter
- Erligheim (Ort): Lerchenberg
- Freudenstein (Ort): Reichshalde
- Freudental (Ort): Kirchberg
- Gündelbach (Ort): Wachtkopf - Steinbacherhof
- Häfnerhaslach (Ort): Heiligenberg
- Hofen (Ort): Lerchenberg
- Hohenhaslach (Ort): Klosterberg - Kirchberg
- Hohenstein (Ort): Kirchberg
- Horrheim (Ort): Klosterberg
- Illingen (Ort): Schanzreiter - Halde - Forstgrube
- Kirchheim (Ort): Kirchberg
- Kleinsachsenheim (Ort): Kirchberg
- Knittlingen (Ort): Reichshalde
- Lienzingen (Ort): Eichelsberg - Schanzreiter
- Maulbronn (Ort): Reichshalde - Eilfingerberg - Klosterstück
- Mühlacker Ortsteil Lomersheim (Ort): Halde
- Mülhausen (Ort): Halde
- Oberderdingen (Ort): Kupferhalde
- Ochsenbach (Ort): Liebenberg
- Ötisheim (Ort): Sauberg
- Riet (Ort): Kirchberg
- Rosswag (Ort): Halde - Forstgrube
- Schützingen (Ort): Heiligenberg
- Spielberg (Ort): Liebenberg
- Sternenfels (Ort): König
- Vaihingen an der Enz (Ort): Halde
GROSSLAGE Schalkstein
- Affalterbach (Ort): Neckarhade
- Allmersbach im Tal (Ort): Alter Berg
- Asperg (Ort): Berg
- Freiberg am Neckar Ortsteil Beihingen (Ort): Neckarhälde
- Benningen am Neckar (Ort): Neckarhälde
- Besigheim (Ort): Wurmberg - Felsengarten
- Bietigheim (Ort): Wurmberg
- Bissingen (Ort): Felsengarten
- Enzweihingen (Ort): Sankt Johannser
- Erdmannhausen (Ort): Neckarhälde
- Gemmrigheim (Ort): Wurmberg - Felsengarten
- Hoheneck (Ort): Neckarhälde
- Hessigheim (Ort): Wurmberg - Felsengarten - Käsberg
- Höpfigheim (Ort): Königsberg
- Ingersheim Ortsteil Grossingersheim (Ort): Schloßberg
- Kirchberg (Ort): Kelterberg
- Kleinaspach (Ort):Kelterberg
- Ingersheim Ortsteil Kleiningersheim (Ort): Schloßberg
- Löchgau (Ort): Felsengarten
- Marbach am Neckar (Ort): Neckarhälde
- Markgröningen (Ort): Berg - Sankt Johannser
- Mundelsheim (Ort): Käsberg - Mühlbächer - Rozenberg
- Murr (Ort): Neckarhälde
- Neckarweihingen (Ort): Neckarhälde
- Poppenweiler (Ort): Neckarhälde
- Rielinghausen (Ort): Kelterberg
- Rietenau (Ort): Güldenkern
- Steinheim (Ort): Burgberg
- Walheim (Ort): Wurmberg - Felsengarten
Typische Rebsorten:
Rotgewächse
| Rebsorte | Fläche in ha | Anteil in % |
| Trollinger | 2.597 | 23,3 |
| Schwarzriesling | 1.896 | 17,0 |
| Lemberger | 1.345 | 12,0 |
| Spätburgunder | 854 | 7,7 |
| Blauer Portugieser | 206 | 1,9 |
| Dornfelder | 305 | 2,8 |
| Samtrot | 321 | 2,9 |
| Sonstige | 127 | 1,1 |
| Rotgewächse | 7.651 | 68,7 |
| Stand: 2003 | ||
Weissgewächse
| Rebsorte | Fläche in ha | Anteil in % |
| Riesling | 2.187 | 19,6 |
| Kerner | 464 | 4,2 |
| Müller-Thurgau | 444 | 4,0 |
| Silvaner | 173 | 1,6 |
| Ruländer | 85 | 0,8 |
| Sonstige | 129 | 1,1 |
| Weissgewächse | 3.482 | 31,3 |
| Stand: 2003 | ||
Qualitätsstufen:
In Württemberg werden alle Qualitätstufen vom einfachen schwäbischen Landwein bis zur trockenen Auslese oder edelsüßen Trockenbeerenauslese erzeugt. Da die Weine überwiegend im Land selbst konsumiert werden, sind die Weine überregional wenig bekannt. Einige Spitzenerzeuger können sich durchaus international mit besten Gütern messen. Diese Weine sind aber verhältnismäßig teuer.
Geschichte:
Es wird angenommen, dass schon im 2. Jahrhundert nach Christus in Württemberg Wein angebaut wurde. Durch eine Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch im Jahre 766 wurde der Weinbau erstmals urkundlich nachgewiesen. Mit der Verbreitung des Christentums nahm dann durch die Klöster der Weinanbau zu. Vor dem 30-jährigen Krieg wurde die Anbaufläche auf rund 45.000 ha geschätzt; heute beträgt sie 11.634 ha.
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Das Bild - Weinsberg mit dem Schemelsberg und dem Burgberg - basiert auf dem Bild Weinsberg Schemelsberg Burgberg Mai 2005 aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Den Urheber des Bildes sehen Sie, wenn Sie auf das Bild klicken.
3.0 Rebsorten
Insgesamt werden in Deutschland fast 140 Rebsorten angebaut, wovon über 100 zur Weißwein- und 35 zur Rotweinbereitung dienen. International gilt Deutschland zwar noch als klassisches Weißweinland; seit der Mitte der 1980er Jahre steigt jedoch die Nachfrage nach deutschen Rotweinen stetig. Dies hat zu einer Verdoppelung von deren Rebfläche auf nunmehr ca. 35 % der Gesamtrebfläche geführt. Ein Teil der roten Ernte wird auch zur Herstellung von Roséwein verwendet.
Von den angebauten Rebsorten ( = weiss, = rot) besitzen nur etwa 20 eine Marktbedeutung. Die wichtigsten sind:
- Riesling: 20,2 % (20.627 ha)
- Müller-Thurgau oder Rivaner: 14,7 % (14.982 ha)
- Blauer Spätburgunder oder Pinot Noir: 11,1 % (11.372 ha)
- Dornfelder: 8 % (6.621 ha)
- Silvaner
- Blauer Portugieser: 4,8 % (4.980 ha)
- Kerner
- Grauer Burgunder oder Ruländer, Pinot Gris Weißer Burgunder oder Klevner, Pinot Blanc
Geringere Relevanz haben noch:
- Scheurebe
- Gewürztraminer (Traminer)
- Muskateller
- Chardonnay
- Sauvignon Blanc
- Trollinger (Groß-Vernatsch), bes. Muskattrollinger
- Lemberger (Blaufränkisch)
- Samtrot
- Cabernet Sauvignon
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Qualitätsstufen
Die Qualität eines Weins wird durch die Farbe, den Geruch und den Geschmack bestimmt (lat: color, odor, sapor). Die Qualitätsstufen als Fachterminus werden in Deutschland und Österreich vor allem nach Mostgradationen klassifiziert. Mit den Qualitätsstufen des deutschen Weinrechts wird versucht, die subjektiven Bewertungsmöglichkeiten mit objektiven Maßstäben zu kombinieren. Die auf Etiketten angegebenen Qualitätsstufen unterliegen der nationalen Gesetzgebung und sind deshalb nur schwer miteinander zu vergleichen.
Winzer dürfen ihre Weine auch auf einer niedrigeren Qualitätsstufe deklarieren, was aus Marketing- und Imagegründen im hochwertigen Weinbau gelegentlich geschieht: ein z.B. als Spätlese deklarierter Wein kann nach seinem Mostgewicht eine "verkappte Auslese" oder gar Beerenauslese gewesen sein. Aus Alkoholgehalt und Restsüße eines Weines läßt sich hingegen rückrechnen, mit welchem Mostgewicht der Wein ehedem e














