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Weinbau in Österreich

Weinbau in Österreich wird auf einer Fläche von fast 50.000 ha betrieben. Auf dieser werden von etwa 32.000 Betrieben, inklusive der ca. 6.500 flaschenabfüllenden Betriebe, im Durchschnitt 2,5 Millionen Hektoliter Wein pro Jahr produziert. Die Erzeugung von Tafeltrauben spielt in Österreich nur eine sehr untergeordnete Rolle.

Inhaltsverzeichnis:

1.1.00 Weinbaugebiete
1.1.01 Weinbauregion Weinland Österreich
1.1.10 Wachau
1.1.11 Besonderheiten
1.1.02 Kremstal
1.1.03 Kamptal
1.1.04 Traisental
1.1.05 Donauland
1.1.06 Weinviertel
1.1.07 Carnuntum
1.1.08 Thermenregion
1.1.09 Neusiedlersee
1.1.10 Neusiedlersee-Hügelland
1.1.11 Mittelburgenland
1.1.12 Südburgenland
1.2.00 Weinbauregion Wien
1.2.10 Wien
1.3.00 Weinbauregion Steirerland
1.3.10 Südoststeiermark
1.3.20 Südsteiermark
1.3.30 Weststeiermark
1.4.00 Weinbauregion Bergland
2.0.00 Qualitätsstufen nach dem Österreichischen Weingesetz
3.0.00 Sturm, Staubiger, Heuriger

1.1.00 Weinbaugebiete


Die Weinbauflächen werden 4 Weinbauregionen und diese dann nochmals in 16 Weinbaugebiete unterteilt.

1.1.01 Weinbauregion Weinland Österreich


Diese Weinbauregion umfasst mit den Weinbauflächen der Bundesländer Niederösterreich (ca 30.000 ha) und Burgenland (ca 14.600 ha) knapp 92 Prozent der Weinbauflächen des gesamten Bundesgebietes. Gemeinsam stellen sie 12 der 16 Weinbauregionen.

Wachau


  • Lage: sonnige Hanglagen im Donauabschnitt Wachau. Das Weinbaugebiet umfasst von 33 Stromkilometern zw. Melk und Krems nur die 15 km westlich von Krems und die unmittelbar angrenzende Seitentäler, die sogenannten Wachauer Gräben. Weinbau wird auf den Hängen bis auf ca. 450 m Seehöhe, bzw. 250 m über der Donau betrieben.
  • Boden: Meist verwitterte Urgesteinsböden an den Steilhängen mischen sich in tieferen Lagen mit Löss. Im Tal teilweise auch sandige Böden. Typisch für die Wachau sind die durch Trockenmauern begrenzten Steinterrassen.
  • Klima: Die Ausläufer des warmen pannonischen Klimas kommen von Osten bis in die Wachau. Aus dem Westen gelangen die Ausläufer der gemäßigten, atlantischen Luft. Zu diesen beiden kommen noch die kühlen, oft feuchteren Luftmassen aus dem Norden, die durch die Wachauer Gräben in das Donautal gleiten. Einer der größeren Gräben ist der Spitzer Graben. Das Zusammenspiel dieser 3 Klimaeinflüsse sorgt für eine ständige Luftzirkulation, die die Bukettbildung wesentlich mit beeinflusst.
  • Anbaufläche: ca. 1390 ha aufgeteilt auf etwa 860 Weinbaubetriebe.
  • vorwiegende Weinsorten und deren Anbaufläche: weiß: Grüner Veltliner 51%, Riesling 13%, Müller-Thurgau 9%
  • weitere Weinsorten von bedeutender Menge: weiß: Neuburger 6%, Chardonnay 5% rot: Zweigelt 5%
  • Bekannteste Rieden: Dürnstein: Kellerberg, Schütt, Kreutles, Loibenberg; Spitz: Tausendeimerberg, Honivogel, Singerriedel, Rotes Tor; Weissenkirchen: Achleiten, Klaus, Frauengärten

1.1.11 Besonderheiten

  • Dinstlgut: Das Dinstlgut in Loiben gehört zu den ältesten Weingütern Österreichs. Seine Anfänge gehen auf eine Schenkung Ludwig des Deutschen im Jahre 860 zurück.
  • Vinea Wachau: Ca. 200 Betriebe sind im Gebietsschutzverband Vinea Wachau Nobilis Districtus, wie die korrekte Bezeichnung lautet organisiert und betreiben 85% der Rebfläche dieses Weinbaugebietes. Weine dieses Gebietsschutzverbandes dürfen die Gebietsbezeichnung Vinea Wachau Nobilis Districtus tragen und entsprechen strengeren Qualitätskriterien als herkömmliche Qualitätsweine. Bekannt ist der Verband für die drei Qualitätskategorien Steinfeder, Federspiel und Smaragd.
  • Neuburger: Eine weiße Rebsorte die aus der Wachau stammt. Sie soll in den 1860er Jahren erstmals in der Gemeinde Arnsdorf gepflanzt worden sein. Heute ist vor allem der Spitzer Graben für seine hochwertigen Neuburger bekannt.

1.1.02 Kremstal


  • Lage: Kremstal nördlich der Donau
  • Boden: Urgesteinsböden im Westen, Löss und Lehm im Osten und Süden
  • Klima: Rand des pannonischen Klimagebietes. Zur Reifezeit strömt aus der Hochebene des umliegenden Weinviertels kühle, sauerstoffreiche Luft in das Tal, dadurch große Schwankungen zwischen Tag- und Nachttemperatur. Die Temperaturschwankungen, die hohe Luftfeuchtigkeit und die Herbstnebel begünstigen die Würzigkeit und die Finesse der Weine.
  • vorwiegende Weinsorten: Grüner Veltliner, Riesling, Roter Veltliner
  • Anbaufläche: ca. 2400 ha

1.1.03 Kamptal


  • Lage: Kamptal im nördlichen Niederösterreich, Langenlois
  • Boden: Löss- und Lehmböden, teilweise Urgestein
  • Klima: teilweise pannonisch
  • vorwiegende Weinsorten: Grüner Veltliner, Riesling
  • Anbaufläche: ca. 4100 ha

1.1.04 Traisental


  • Lage: Nördlich von St. Pölten bis zur Donau
  • Boden: sandige Lössböden, Konglomerate
  • Klima: sonnig und warm
  • vorwiegende Weinsorten: Grüner Veltliner, Riesling
  • Anbaufläche: ca. 714 ha

1.1.05 Donauland


  • Lage: an der Donau zwischen Krems und Klosterneuburg, entlang des Wagrams
  • Boden: lössreiche, aber kalkhaltige Böden
  • vorwiegende Weinsorten: Grüner Veltliner, Weißburgunder, Roter Veltliner, Zweigelt
  • Anbaufläche: ca. 2800 ha

1.1.06 Weinviertel


  • Lage: nordöstlichster Teil von Niederösterreich
  • Boden: sandige Lössböden, teilweise Lehm und Urgestein
  • Klima: heiß, trocken
  • vorwiegende Weinsorten: Grüner Veltliner, Welschriesling, Zweigelt
  • Anbaufläche: ca. 18.000 ha

1.1.07 Carnuntum


  • Lage: Südöstlich von Wien
  • Boden: Lehm-, Sand- und Schotterböden
  • Klima: bereits durch den Neusiedlersee beeinflusst, daher sehr mild
  • vorwiegende Weinsorten: Grüner Veltliner, Zweigelt, Blaufränkisch
  • Anbaufläche: ca. 900 ha

1.1.08 Thermenregion


  • Lage: Südlich von Wien, Gumpoldskirchen bis Leobersdorf
  • Boden: steinige Kalkböden, von einer vulkanischen Bruchlinie durchzogen
  • Klima: mild, pannonisch
  • vorwiegende Weinsorten: Weißburgunder, Neuburger, Zierfandler, Rotgipfler
  • Anbaufläche: ca. 2800 ha

1.1.09 Neusiedlersee


  • Lage: nördlich und östlich des Neusiedlersees
  • Boden: sandig, Schotter, im Süden etwas Lehm
  • Klima: pannonisch
  • vorwiegende Weinsorten: Zweigelt, St. Laurent, Blaufränkisch, Weißburgunder, Welschriesling
  • Anbaufläche: ca. 10.300 ha

1.1.10 Neusiedlersee-Hügelland


  • Lage: Gebiet rund um Rust westlich des Neusiedlersees
  • Boden: Löss, Sand, Schwarzerde, teilweise steinig
  • vorwiegende Weinsorten: Welschriesling, Weißburgunder, Chardonnay, Blaufränkisch
  • Anbaufläche: ca. 6200 ha

1.1.11 Mittelburgenland


  • Lage: Hügelland um Oberpullendorf
  • Boden: schwere Lehmböden
  • Klima: pannonisch
  • vorwiegende Weinsorten: Blaufränkisch. Siehe auch Blaufränkischland.
  • Anbaufläche: ca. 2100 ha

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Blaufränkischland

Blaufränkischland ist die Bezeichnung für ein Weinanbaugebiet in Österreich, das Weinbaugebiet Mittelburgenland.

Zu seinem Namen kam das Blaufränkischland, da vor allem die Sorte Blaufränkisch angebaut wird. Die Rebhänge der Region erstrecken sich auf einer Fläche von 2.000 Hektar von den Südausläufern des Ödenburger Gebirges bis zum Günser Berg. Im Osten grenzt die ungarische Tiefebene an das Gebiet. Dadurch wird der pannonische Einfluss, der für die hervorragenden Traubenqualitäten verantwortlich ist, voll wirksam. Die lehmigen Böden sind für diese Rebsorte ideal.

Im österreichischen Weingesetz wird das Blaufränkischland Mittelburgenland als eigenständiges Weinbaugebiet bezeichnet, da sich die Winzer des Mittelburgenlandes so intensiv mit der Sorte „Blaufränkisch“ befasst haben, wie keine andere Region in Österreich.

Geschichte

Der Weinbau im Blaufränkischland lässt sich bis in die Keltenzeit zurückverfolgen. Zur Zeit der Römer erreichte der Weinbau einen Höhepunkt, als das Gebiet der Provinz Pannonien einverleibt wurde. Nach Rückschlägen zur Zeit der Völkerwanderung setzte im 14. Jahrhundert eine weitere Blütezeit ein. Die Türkenkriege im 16. und 17. Jahrhundert setzten dem Weinbau schwer zu. Nach einem Zwischenhoch zerstörte die Reblaus, wie in ganz Europa die Weingärten des Gebietes. Ende des 19. bzw. anfangs des 20. Jahrhunderts begann die Hauptsorte an Beliebtheit zu gewinnen.

Orte im Blaufränkischland

Der Blaufränkisch ist vorwiegend in den Weinorten Deutschkreutz, Horitschon, Neckenmarkt, Lutzmannsburg, Raiding, Unterpetersdorf und Großwarasdorf zu finden.

Nur auf diesen Böden zeigt der Wein seine tiefen Weichselaromen und spiegelt das Gebiet wieder. Die Winzer des Blaufränkischlandes-Mittelburgenland vinifizieren in ihren Kellern drei Weintypen, und zwar „klassische“ - in großen Holzfässern ausgebaute, „Barriques“ - in kleinen Eichenfässern gelagerte Rotweine und „Cuveès“ - bei denen die Sorte Blaufränkisch ein wesentlicher Bestandteil ist.

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1.1.12 Südburgenland


  • Lage: südöstlich von Pinkafeld bis Güssing
  • Boden: sandige und tonige Lehmböden, eisenhaltig
  • Klima: pannonisch, mild
  • vorwiegende Weinsorten: Blaufränkisch, Zweigelt, Welschriesling
  • Anbaufläche: ca. 400 ha

1.2.00 Weinbauregion Wien:


Die Weinbauregion Wien entspricht dem Weinbaugebiet Wien und liegt innerhalb der Stadtgrenzen. Die Anbaufläche von fast 700 ha entspricht 1,4% der Gesamtrebfläche und machen Wien zur einzigen Hauptstadt der Welt mit nennenswerter Weinproduktion, wobei auch die Stadt Wien selbst ein Weingut unterhält. Als regionale Besonderheit gilt der Gemischte Satz, im Gegensatz zur Cuvee werden unterschiedliche Rebsorten nach der Lese gemeinsam zu Wein weiterverarbeitet.

1.2.10 Wien


  • Lage: innerhalb der Stadtgrenzen, hauptsächlich im Norden und Westen von Wien
  • Boden: Schiefer, Schotter- und Lössböden
  • Klima:
  • vorwiegende Weinsorten: Grüner Veltliner, Weißburgunder
  • Anbaufläche: ca. 700 ha

1.3.00 Weinbauregion Steirerland:


Die Steiermark ist mit einer Rebfläche von 3280 ha nach Wien die kleinste Weinbauregion Österreichs. Dies entspricht ca 6,8% der gesamten Rebfläche Österreichs. In der Weinbauregion Steierland werden noch 3 Weinbaugebiete unterschieden. Die Weinberge befinden sich in der Regel in Steillagen auf einer Höhe bis zu 700 m über NN.. Die Witterung ist schwach kontinental, im Sommer warm und im Winter mäßig kalt. Im Durchschnitt fallen ca. 1000 mm/Jahr Niederschlag. Dieses Klima macht die Steiermark zu einem Weißwein-Land. Ca. 2400 ha Rebfläche (also knapp 75 %) sind mit weißen Reben bestockt. Die wichtigsten Rebsorten sind der Welschriesling (670 ha) und der Weißburgunder (570 ha). Bei den roten Rebsorten dominieren der Blaue Wildbacher und der Zweigelt.

1.3.10 Südoststeiermark


  • Lage: oststeirisches Hügelland zwischen Hartberg, Fürstenfeld und Bad Radkersburg, Klöch
  • Boden: Lehm, vulkanisches Verwitterungsgestein
  • Klima: Übergang zwischen trockenem pannonischen und feuchtem Mittelmeerklima
  • vorwiegende Weinsorten: Welschriesling, Weißburgunder, Sauvignon Blanc, Chardonnay (hier oft Morillon genannt), Zweigelt, Traminer, Schilcher
  • Anbaufläche: ca. 1200 ha

1.3.20 Südsteiermark


  • Lage: steirisch - slowenisches Grenzland, Leibnitz
  • Boden: Schiefer, Sand, Mergel, Urgestein und Kalk
  • Klima: südeuropäisch
  • vorwiegende Weinsorten: Welschriesling, Sauvignon Blanc, Weißburgunder, Muskateller, Chardonnay (hier oft Morillon genannt)
  • Anbaufläche: 1740 ha

1.3.30 Weststeiermark


  • Lage: Weststeirisches Hügelland zwischen Deutschlandsberg und Stainz
  • Boden: Gneis, Schiefer
  • vorwiegende Weinsorten: Schilcher, Blauer Wildbacher,Weißburgunder, Welschriesling, Zweigelt
  • Anbaufläche: ca. 400 ha

In der Weststeiermark ist mit dem Schilcher ein sehr spezifischer Wein beheimatet. Der Schilcher ist gesetzlich besonders geschützt und darf nur aus der Blauen Wildbacher Rebe gewonnen werden, deshalb kommt die Weststeiermark als Hauptanbaugebiet dieser Sorte eine besondere Bedeutung zu.

Weinbauregion Bergland


In dieser Region sind die Anbaugebiete der 5 Bundesländer Oberösterreich, Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg zusammengefasst. Diese spielen mit insgasamt 21 ha eine untergeordnete Rolle und machen flächenmäßig nur ca. 0,05% der gesamten Weinbaufläche Österreichs aus.

2.0.00 Qualitätsstufen nach dem Österreichischen Weingesetz


Tafelweine:

  • Tafel- oder Tischwein (mind. 10,6° KMW = 52° Öchsle)
  • Landwein (mind. 14° KMW = 68° Öchsle)

Qualitätsweine:

  • Qualitätswein (mind. 15° KMW = 73° Öchsle)
  • Kabinett (mind. 17° KMW = 84° Öchsle, max. 13% Alkohol)

Prädikatsweine:

  • Spätlese (mind. 19° KMW = 94° Öchsle)
  • Auslese (mind. 21° KMW = 105° Öchsle)
  • Eiswein (mind. 25° KMW = 127° Öchsle)
  • Strohwein (mind. 25° KMW = 127° Öchsle)
  • Beerenauslese (mind. 25° KMW = 127° Öchsle)
  • Ausbruch (mind. 27° KMW = 138° Öchsle)
  • Trockenbeerenauslese (mind. 30° KMW = 156° Öchsle)

Seit 2003 gibt es in Österreich auch gebietsspezifische Qualitätsweine, die DAC-Weine. Ein DAC (Districtus Austriae Controllatus) ist ein Qualitätswein aus einem bestimmten Anbaugebiet. Welche Sorte und konkrete Qualtitätsanforderungen an den DAC gestellt werden, beschließen sog. interprofessionelle Komitees. Zum Beispiel ist der DAC-Weinviertel ein Grüner Veltliner mit mindestens 12 % Vol. Alkohol. Ziel dieser Maßnahme war, eine international vergleichbare Qualitätsschiene in Österreich zu schaffen.

Zusätzlich gibt es noch einige lokale Bezeichnungen, die jedoch nicht gesetzlich geregelt sind:

  • Heuriger (Wein der letzten Lese, darf bis 31. Dezember des Folgejahres angeboten werden)
  • Steinfeder (Qualitätswein aus der Wachau, max. 10,7 Vol%, trocken, Mostgewicht 73 - 83 ° Öchsle)
  • Federspiel (Kabinettswein aus der Wachau, 10,7bis 11,9 Vol%, trocken, Mostgewicht mindestens 83° Öchsle)
  • Smaragd (Qualitätswein aus der Wachau, min. 12 Vol%, trocken, Mostgewicht mindestens 90° Öchsle)

Steinfeder

Steinfeder ist der Name der leichten, duftigen Weine des Weinbaugebietes Wachau. Der Name stammt von der Steinfeder (Stipa pennata) - ein federleichtes Gras, welches an den steilen Weinbergen wächst.

Die Qualitätsbezeichnung darf nur von Mitgliedsbetrieben des Schutzverbandes Vinea Wachau Nobilis Districtus verwendet werden. Fast alle Betriebe der Weinbauregion Wachau sind Mitglieder bei Vinea Wachau.

Qualitätsanforderungen:

Die Trauben müssen ein Mostgewicht von mindestens 15 °KMW (Klosterneuburger Mostwaage) aufweisen. Die Moste werden immer klassisch trocken durchgegoren. Der Alkoholgehalt dieser Weine beträgt maximal 11,0 Vol.%. Die Wachau ist das Weinbaugebiet, indem es aufgrund der naturgegebenen Klimatik und Bodenbeschaffenheit möglich ist, Weine mit so geringem Alkoholgehalt zu keltern, die dennoch in ihrem Charme und ihrem Nuancenreichtum höchsten Ansprüchen genügen.

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Federspiel

Federspiel ist die Bezeichnung für bestimmte Wachauer Weine. Der Name Federspiel führt auf den alten Brauch des Zurückholens des Beizvogels bei der Falkenjagd zurück - eine gerade in der Wachau in früherer Zeit übliche Form herrschaftlicher Jagd.

Die Qualitätsbezeichnung darf nur von Mitgliedsbetrieben des Schutzverbandes Vinea Wachau Nobilis Districtus verwendet werden. Fast alle Betriebe der Weinbauregion Wachau sind Mitglieder bei Vinea Wachau.

Qualitätsanforderungen:

Weine mit der Bezeichnung Federspiel müssen im Kabinettbereich mit einem Mostgewicht ab 17 °KMW (Klosterneuburger Mostwaage) und einem Alkoholgehalt zwischen 11,5 und 12,5 Vol.% liegen.

Diese Weine sind ausnahmslos klassisch trocken vergoren. Sie stellen den Mittelbau der Wachauer Weine dar und zeichnen sich durch ihren fruchtig-charmanten Charakter und ihre kraftvolle Delikatesse aus. Federspiel-Weine schließen an die Steinfeder-Kategorie an. In ihrer Kelterung sind sie neben den gesetzlichen Erfordernissen den Kontrollen des Verbandes "Vinea Wachau" unterworfen.

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Smaragd

Smaragd ist die Bezeichnung für bestimmte hochwertige Wachauer Weine. Der Name stammt nicht vom Edelstein ab, sondern von der Smaragdeidechse, die auch die Etikette jeder Flasche ziert. Smaragdeidechsen fühlen sich in den Wachauer Weinbergterrassen wohl, an schönen Tagen sonnen sie sich auf den Steinmauern, damit wurden sie zum Symbol für diesen Wachauer Wein. Die Bezeichnung fand erstmals für Weine des Jahrganges 1986 Verwendung.

Die Qualitätsbezeichnung darf nur von Mitgliedsbetrieben des Schutzverbandes Vinea Wachau Nobilis Districtus verwendet werden. Die meisten Betriebe der Weinbauregion Wachau sind Mitglieder der Vinea Wachau.

Qualitätsanforderungen:

Diese Weine mit einem Mindestmostgewicht von 18,2 °KMW (82,5 Öchsle) reifen nur in den besten Rieden der Wachau. Die Weine werden bis zum natürlichen Gärstillstand vergoren und immer trocken ausgebaut. Weine mit der Bezeichnung Smaragd mit einem Alkoholgehalt ab 12,0 Vol.% dürfen erst ab 1. Mai des auf die Lese folgenden Jahres verkauft werden. Weine mit mehr als 9 g/l Restzucker sind von der Bezeichnung ausgeschlossen. Traditionell sortentypisch sind Smaragd-Weine vom Riesling, Veltliner, Neuburger und Gelben Muskateller.

Smaragd-Weine schließen an die Federspiel-Kategorie an. In ihrer Kelterung sind sie neben den gesetzlichen Erfordernissen den Kontrollen des Verbandes "Vinea Wachau Nobilis Districtus" unterworfen.

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3.0.00 Sturm, Staubiger, Heuriger

Als Sturm wird der noch in Gärung befindliche süsse Most bezeichnet, der nur für kurze Zeit in einer offenen Flasche in den Handel kommt und sehr beliebt ist. Wenn die Gärung langsam endet, wird der ungefilterte Wein zum „Staubigen“. Heuriger ist in Österreich die Bezeichnung für den Wein der letzten Ernte. Dieser wird zu Martini getauft (11. November), damit erst wird der „Staubige“ zum „Heurigen“. Der nun so bezeichnete junge Wein wurde also in diesem oder im Herbst letzten Jahres gekeltert. Dieser darf dann als Heuriger bis zum 31. Dezember des Folgejahres ausgeschenkt werden, danach wird er zum Alten. Die Weinhauer verkaufen diesen Wein entweder im Buschenschank oder beim Heurigen oder direkt an die Endverbraucher in einer Zweiliterflasche, dem so genannten „Doppler“ (von Doppelliter).

Weine höherer Qualität werden auch von den Winzern ausschließlich in schlanken Bouteillen zu 0,75l verkauft. Heutzutage werden beim Heurigen auch ältere Jahrgänge ausgeschenkt, da mit diesen oft bessere Preise zu erzielen sind.

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