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A: Weinbau in ÄgyptenB: Weinbau in AlgerienC: Weinbau in TunesienWeinbau in ÄgyptenDer Weinbau in Ägypten hat schon eine Jahrtausende alte Tradition. Dies wird durch die Darstellung der Weinherstellung in verschiedenen Reliefen belegt. Unter der Stufenpyramide von Sakkara ließ sich Pharao Djoser (um 2.800 v. Chr.) in der sogenannten Djoser-Pyramide einen Weinkeller und Magazinräume lassen. Im Grab von Tutanchamun (um 1350 v. Chr.) wurde ein Weinkrug gefunden. In der römischen Zeit Ägyptens wurden große Mengen Wein nach Rom exportiert. Heute wird Wein auf etwa 57.000 Hektar Fläche vor allem zur Erzeugung von Tafeltrauben angebaut. Ursache ist, dass den Moslems Alkoholgenuss verboten ist. So beträgt die jährlich produzierte Menge an Wein lediglich 27.000 Hektoliter in hauptsächlich verstaatlichten Weingütern. Die bedeutendste Rebsorte ist Muscat d'Alexandrie. Ohne künstliche Bewässerung wäre in Ägypten kein Weinanbau möglich. Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Weinbau in Ägypten aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.Weinbau in AlgerienDer Weinbau in Algerien geht wie in vielen Mittelmeerländern auf die Phönizier und Griechen zurück. Später betrieben dann die Römer Weinbau in größerer Menge. Durch die Ausbreitung des Islam kam die Weinproduktion fast völlig zum Erliegen und wurde auf Tafeltrauben umgestellt. Erst während der französischen Kolonialzeit entwickelte sich die Weinproduktion wieder. 1938 erreichte sie mit 21.000.000 Hektolitern den Höhepunkt. Dies stellte gleichzeitig ein Drittel der gesamten französischen Weinproduktion und ein wichtiges Segment in der algerischen Wirtschaft dar. Mit der Unabhängigkeit Algeriens fiel ein Großteil des Exportmarktes weg. Gleichzeitig haben viele Franzosen Algerien verlassen, wodurch auch viel vom Wissen um den Weinbau verschwand. Damit begann eine schwere Krise in diesem Wirtschaftszweig. Einige Jahre hindurch nahm dann die UdSSR etwa ein Viertel der Produktion ab. Der Großteil des kolonialen Weinbaus produzierte einfachen Massenwein, der für den Verschnitt hauptsächlich nach Frankreich und ins restliche Europa exportiert wurde. Heute werden auf einer Fläche von 69.000 Hektar Tafeltrauben und 500.000 Hektoliter Wein produziert. Die Weinbaugebiete sind nach dem algerischen Weingesetz in sieben Appellationen aufgeteilt, welche sich alle in küstennahen Gegenden befinden. Das Klima ist im Winter recht mild, während die Sommer trocken und heiß sind. In Anlehnung an das französische Weingesetz wird hier vom Office national de commercialisation des produits viticoles (ONCV) das Prädikat AOG vergeben. Die ONCV ist eine staatliche Vermarktungsorganisation für landwirtschaftliche Produkte und übernimmt auch einen Großteil der Weiterverarbeitung, Abfüllung und Export des Weines. Sie untersteht dem Landwirtschaftsministerium. Zum Einsatz kommen vorwiegend sehr alte Rebstöcke mit den bevorzugten Rebsorten Carignan, Alicante Bouschet, Cinsaut und Grenache. Neben diesen brachten die Franzosen auch noch Aramon, Gamay und verschiedene Pinots mit nach Algerien. Praktisch alle Weingüter sind in Kooperativen, die riesige Gebiete umfassen, zusammengefasst. Diese Kooperativen stehen unter staatlicher Aufsicht. Eine der größten Kooperativen ist die Union des Cooperatives des Viticulteures (COOPEVIT), auf deren Weingütern etwa 10.000 Menschen arbeiten. In den letzten Jahren gibt es Bemühungen, den Export von algerischen Wein zu verstärken. Damit einher gehen qualitative Verbesserungen, und die Kooperativen konnten auch ein geringes Maß an Selbstständigkeit erreichen. Inhaltsverzeichnis 1.0 Weinbaugebiete 1.0 WeinbaugebieteDie Appellationen mit dem Prädikat AOG sind: 1.1 Im Umfeld von Algier (Algérois)
1.2 Im Umfeld von Médéa
1.3 Im Umfeld von Oran (Oranie)
1.4 Weitere Appellationen
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Weinbau in Algerien aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Weinbau in TunesienDer Weinbau in Tunesien hat eine lange Tradition, die wie bei vielen anderen Mittelmeerländern auch durch die Phönizier, hier im Speziellen die Karthager, begründet wurde. Auch die weitere Geschichte des Weinbaues in Tunesien deckt sich mit vielen anderen nordafrikanischen Ländern. Unter römischer Herrschaft kam es zu einer Blüte, bis unter muslimischer Herrschaft der Weinanbau zum Zweck der Weinproduktion praktisch zum Erliegen kam. Erst unter französischer Herrschaft ab dem Jahr 1881 setzte wieder ein Aufschwung bei der Weinproduktion ein. Zu jener Zeit gab es in Tunesien nur noch ca. 1.000 ha Rebfläche und 95% waren für den Anbau vion Tafeltrauben bestimmt; die restlichen 50 ha, die für den Weinbau bestimmt waren, waren bereits fest in französischer Hand. Tunesien wurde zum Lieferanten von Deck- und Verschnittweinen. Dies ging auch noch eine Zeit lang gut, als Tunesien von Frankreich schon unabhängig war. Erst zur Mitte der 1960er Jahre, als französischer Besitz enteignet und die Planwirtschaft eingeführt wurde, stürzte die Weinproduktion in eine tiefe Krise. Heute hat Tunesien ein Weinrecht nach französischem Vorbild mit AOC-Appellationen. Dies ist heute ein Vorteil, da die Weine in den Regalen einen Eindruck erwecken, als kämen sie aus Frankreich. Der Weinbau wird, wie in Algerien, fast vollständig staatlich kontrolliert. Noch immer werden hauptsächlich Sorten angebaut, die man auch in Südfrankreich findet. Zu diesen gehören Cabernet, Cinsault, Alicante Bouschet, Grenache, Syrah, Mourvèdre, Clairette blanche und Muscat de Frontignan. Probleme bereiten oft die Wüstenstürme. Durch sie wird die Ernte hin und wieder buchstäblich vom Winde verweht. In Jahren mit einer guten Ernte werden ca. 400.000 Hektoliter Wein auf einer Anbaufläche von etwa 29.000 Hektar produziert. Die Anbaufläche zur Weinherstellung ist stark rücklaufig, und die Tafeltraubenprodukion gewinnt an Bedeutung. Die Weine sind hautpsächlich körperreiche Rot- und Roséweine. Qualitätsweine in TunesienDie Appellation d'Origine Contrôlée (kurz AOC) Weine Tunesiens sind:
Das Gebiet ist ca. 40 km südlch von Tunis gelegen. Die Rotweine sind kräftig mit gut eingebauten Tanninen und sind gute Essensbegleiter zu Fleisch- und Wildgerichten.
Die AOC ist die größte AOC Tunesiens. Sie erstreckt sich von Grombalia, Takelsa bis Korba im Osten und Enfidha im Süden. Es werden Rot- Rosé- und Weißweine angebaut. Das Klima ist trocken. Die jährlichen Niederschlagsmengen liegen bei 300 bis 400 mm/ Jahr. Durch die Nähe zum Meer ist die Luftfeuchtigkeuit höher als normal und die Temperaturschwankungen nicht zu extrem. Durch den Einsatz von qualitativ hochwertigen Rebsorten konnten gute Verbesserungen der Weine erzielt werden.
Die Region verfügt über ein kontinentales Klima mit kalten Wintern und heißen Sommern und einer jährlichen Niederschlagsmenge von 500 mm/Jahr. Hier werden Weiß-, Rosé- und Rotweine hergestellt.
Die Region liegt nördlich, ca. 40 km von Tunis.
Große Anbauregion mit Weinen guten Namens. Es werden Rot- und Roséweine hergestellt.
30 km südlich von Tunis. Die Niederschlagsmenge liegt bei 500mm bis 600mm im Jahr. Es werden Rot- und Roséweine hergestellt.
Dieses Gebiet liegt ca. 140 km von Tunis bei Cap Bon. Es herrscht ein mediterranes Klima vor. Es wird nur eine Rebsorte angebaut, die Muskateller-Sorte Alexandria, auch "muscat de kélibia" genannt. Die Weine sind trocken und fruchtig. Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Weinbau in Tunesien aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |
