| Crémant |
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Als Crémant bezeichnet man seit dem 1. September 1994 Schaumweine mit der Klassifizierung « Appellation contrôlée » oder Appellation d'Origine Contrôlée außerhalb der Champagne, jedoch nach dem Champagnerverfahren hergestellt. Vor diesem Zeitpunkt verstand man unter Crémant den Champagner, der statt der üblichen 6 Bar nur die gesetzliche Mindestforderung von 3,5 Bar erfüllte. Da der Begriff Crémant nicht geschützt war, verwendeten ihn auch zusehends mehr Winzer außerhalb der Champagne. Um Missverständnisse zu vermeiden, gab man, eben zu besagten Datum, den Besitzstand auf und verzichtete in der Champagne auf den Ausdruck Crémant. Eine neue Bezeichnung für den Champagner mit halbierten Druck gibt es bisher noch nicht. Bekannte Vertreter sind der Crémant d'Alsace aus dem Elsass, Crémant de Bordeaux aus dem Bordeaux, der Crémant de Bourgogne aus dem Burgund, der Crémant de Die, Crémant de Limoux, Crémant du Jura aus dem Jura und der Crémant de Loire aus dem Gebiet der Loire. Auch die besseren Schaumweine aus angrenzenden Ländern werden als Crémant bezeichnet. Zwar sind die Rebsorten von Region zu Region unterschiedlich, wesentliche Regeln der Schaumweinherstellung sind jedoch einheitlich vorgeschrieben. Zu diesen Regeln gehören beispielsweise die Ganztraubenpressung, eine maximale Schüttung von 100 Litern Most aus 150 kg Traubenmaterial, ein Höchstgehalt von 150 Milligramm/Liter an Schwefeldioxid, eine Mindestzeit von neun Monaten für die Verweildauer auf der Hefe und eine obligatorische Geschmacksprüfung. Crémants sind sanft moussierend, quid est die Kohlensäure ist nicht penetrant. Je nach verwendeter Rebsorten kann man noch die Bezeichnungen Blanc de Noirs oder Blanc de Blancs auf dem Etikett finden. Der Begriff Crémant wurde Ende der 1980er Jahre eingeführt, als die Benutzung des Begriffs méthode champenoise außerhalb der Champagne auf Wunsch Frankreichs durch die Europäische Union untersagt wurde. Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Crémant aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Erklärung zu den Begriffen: Crémant d'AlsaceDer Crémant d'Alsace ist ein mit ca. 12 Vol.% eher leichter Schaumwein der Weinbauregion Elsass. Die Schaumweine der Region zeichnen sich durch ihren fruchtigen Charakter aus und werden in der Hauptsache aus den Rebsorten Pinot Blanc und Auxerrois, zum Teil aber auch aus den Sorten Pinot gris, Pinot Noir, Riesling oder Chardonnay verschnitten. Der seltenere Crémant d'Alsace rosé wird aus dem Pinot Noir gekeltert. Die verarbeiteten Reben müssen in jedem Fall aus dem Elsass kommen. Aufgrund der Anwendung der klassischen Flaschengärung, das dem Herstellverfahren des Champagners gleicht, wird der Wein als Crémant bezeichnet; ein Indiz für hohe Qualität. Der Begriff Crémant wurde frankreichweit eingeführt, als sich die Weinbauern der Champagne erfolgreich beim Verbot der weltweit gebräuchlichen Bezeichnung Méthode Champenoise zur Charakterisierung der Flaschengärung durchsetzten. Im Vergleich zu einem Winzer-Champagner ist der Crémant d'Alsace mit ca. 8-10 € / Flasche etwas günstiger, kann allerdings nicht ganz so lange gelagert werden. Der Crémant sollte spätestens 4 Jahre nach dem Kauf der Flasche bei einer Trinktemperatur von 5-7°C genossen werden. Erntemengen: Obwohl ähnlich hergestellter Schaumwein im Elsass schon seit langem existierte, wurde die AOC Crémant d'Alsace erst am 24. August 1976 eingeführt. Nach zaghaften Anfängen bis 1979 nahm die gekelterte Menge seither kontinuierlich zu. Im Jahr 2004 wurden insgesamt 214.946 Hektoliter Crémant d'Alsace von mehr als 500 Winzern deklariert. Dieses Volumen lag um 35% über dem durchschnittlichen Ertrag der Jahre 1999-2003. (Quelle: Conseil Interprofessionnel des Vins d'Alsace). Der Basisertrag, also die Erntebeschränkung, liegt bei hohen 100 Hektoliter/Hektar; ein Betrag der jahrgangsabhängig noch um bis zu 20% nach oben korrigiert werden kann. Die Herstellung teilt sich dabei zu nahezu gleichen Teilen auf die Départements Bas-Rhin und Haut-Rhin auf. Die Beeren werden meist einige Tage vor der Ernte normaler Stillweine gelesen, da die Grundweine eines Schaumweines über ein kräftiges Säuregerüst verfügen sollten. Der Mindestzuckergehalt des Mosts zum Grundwein muss allerdings mindestens 145 g/l betragen. Die Sprache des Etiketts:Zusätzlich zur Bezeichnung „A.O.C. Crémant d’Alsace“ können auf dem Etikett noch die Bezeichnungen Blanc de Blancs, Blanc de Noirs, Brut (Sekt), Millésimé, Rosé und Sigillé aufgeführt werden. Diese bedeuten:
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Crémant d'Alsace aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Crémant de BordeauxDer Crémant de Bordeaux ist ein eher leichter Schaumwein der Weinbauregion Bordeaux. Die Schaumweine der Region zeichnen sich durch ihren fruchtigen Charakter aus und werden in der Hauptsache aus den Rebsorten Sémillon, Sauvignon Blanc und Muscadelle, zum Teil aber auch aus den Nebensorten Ugni Blanc, Colombard, Merlot Blanc oder Ondenc verschnitten. Der gemeinsame Anteil der Nebensorten darf 30 % nicht überschreiten. Der seltenere Crémant de Bordeaux Rosé wird aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Carmenère, Merlot, Malbec oder Petit Verdot gekeltert. Die verarbeiteten Reben müssen in jedem Fall aus dem Bordeaux kommen. Aufgrund der Anwendung der klassischen Flaschengärung, das dem Herstellverfahren des Champagner gleicht, wird der Wein als Crémant bezeichnet; ein Indiz für hohe Qualität. Der Begriff Crémant wurde frankreichweit eingeführt, als sich die Weinbauern der Champagne erfolgreich beim Verbot der weltweit gebräuchlichen Bezeichnung Méthode Champenoise zur Charakterisierung der Flaschengärung durchsetzten. Im Vergleich zu einem Winzer-Champagner ist der Crémant de Bordeaux mit ca. 6 - 9 € / Flasche etwas günstiger, kann allerdings nicht ganz so lange gelagert werden. Der Crémant sollte spätestens zwei bis drei Jahre nach dem Kauf der Flasche bei einer Trinktemperatur von 5 - 7 °C genossen werden. Erntemengen: Obwohl ähnlich hergestellter Schaumwein im Bordeaux schon seit langem unter der Bezeichnung Bordeaux Mousseux existierte, wurde die AOC Crémant de Bordeaux erst am 3. April 1990 eingeführt. Nach zaghaften Anfängen bis 1998 nahm die gekelterte Menge seither kontinuierlich zu. Im Jahr 2004 wurden insgesamt ca 16.500 Hektoliter Crémant de Bordeaux von mehr als 60 Winzern deklariert. Bis 1998 lag das durchschnittliche Volumen bei lediglich 6.000 Hektoliter. Der Basisertrag, also die Erntebeschränkung liegt bei 65 Hektoliter/Hektar; ein Betrag, der jahrgangsabhängig noch um bis zu 20 % nach oben korrigiert werden kann. Die Beeren werden meist einige Tage vor Ernte normaler Stillweine gelesen, da die Grundweine eines Schaumweines über ein kräftiges Säuregerüst verfügen sollten. Der Mindestzuckergehalt des Mosts zum Grundwein muss allerdings mindestens 136 g/l für die roten Rebsorten und 144 g/l für weiße Rebsorten betragen. Die Sprache des Etiketts:
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Crémant de Bordeaux aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Crémant de DieCrémant de Die ist eine Appellation für Schaumwein im mittleren Abschnitt der grossen Weinbauregion Rhône. Die Weinberge liegen in 31 Gemeinden östlich von Crest in unmittelbarer Nähe der namensgebenden Stadt Die am Nebenfluss Drôme auf der orographisch linken Seite der Rhône. Einige Weinberge reichen bis an das Bergmassiv des Vercors heran. Seit dem 26. März 1993 verfügt das Weinbaugebiet über den Status einer Appellation d'Origine Contrôlée (auch kurz AOC genannt). Das Anbaugebiet ist deckungsgleich mit den Appellationen Clairette de Die und Coteaux de Die. Im Jahr 1998 wurden auf 79 Hektar Rebfläche 5.247 Hektoliter Schaumwein erzeugt. Weinbau wurde in der Region schon zur Zeit der Römer betrieben. Das bezeugt der Geschichtsschreiber Plinius der Ältere, der den Wein der Region im Jahre 77 in seinem Werk Naturalis historia beschrieb. Die einzig zugelassenene Rebsorte ist die Clairette Blanche. Der Crémant de Die unterscheidet sich somit aufgrund des fehlenden Muscat blanc à petits grains grundsätzlich vom Clairette de Die. Aufgrund der Anwendung der klassischen Flaschengärung, das dem Herstellverfahren des Champagner gleicht, wird der Wein als Crémant bezeichnet, ein Indiz für hohe Qualität. Der Begriff Crémant wurde frankreichweit eingeführt, als sich die Weinbauern der Champagne erfolgreich beim Verbot der weltweit gebräuchlichen Bezeichnung Méthode Champenoise zur Charakterisierung der Flaschengärung durchsetzten. Im Vergleich zu einem Winzer-Champagner ist der Crémant du Die mit ca. 7,50 - 9 € / Flasche etwas günstiger, kann allerdings nicht ganz so lange gelagert werden. Der Crémant sollte spätestens drei bis fünf Jahre nach dem Kauf der Flasche bei einer Trinktemperatur von 5 bis 7°C genossen werden. Der Basisertrag, also die Erntebeschränkung, liegt bei mäßigen 50 Hektoliter/Hektar; ein Betrag, der jahrgangsabhängig noch bis auf max. 60 Hektoliter/Hektar nach oben korrigiert werden kann. Die Beeren werden meist einige Tage vor der Ernte normaler Stillweine gelesen, da die Grundweine eines Schaumweines über ein kräftiges Säuregerüst verfügen sollten. Der Mindestzuckergehalt des Mosts zum Grundwein muss allerdings mindestens 136 g/l betragen. Die Sprache des Etiketts: Zusätzlich zur Bezeichnung „A.O.C. Crémant de Die “ können auf dem Etikett noch die Bezeichnungen Blanc de Blancs, Blanc de Noirs, Brut und Millésimé aufgeführt werden.
Zugelassene Gemeinden: Aix-en-Diois, Aouste-sur-Sye, Aubenasson, Aurel, Barsac, Barnave, Beaufort-sur-Gervanne, Châtillon-en-Diois, Die, Espenel, Laval-d'Aix, Luc-en-Diois, Menglon, Mirabel-et-Blacons, Molières-Glandaz, Montclar-sur-Gervanne, Montlaur-en-Diois, Montmaur-en-Diois, Piegros-la-Clastre, Ponet-et-Saint-Auban, Pontaix, Poyols, Recoubeau-Jansac, Saillans, Saint-Benoît-en-Diois, Saint-Roman, Saint-Sauveur-en-Diois, Sainte-Croix, Suze-sur-Crest, Vercheny und Véronne. Literatur: Pierre Galet: Cépages et Vignobles de France. Verlag Lavoisier, Paris 2004, ISBN 2-7430-0585-8. Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Crémant de Die aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Crémant du JuraDer Crémant du Jura ist ein mit ca. 12,5 Vol. % eher mittelgewichtiger Schaumwein der Weinbauregion Jura. Die weißen Schaumweine der Region zeichnen sich durch ihren gehaltvollen Charakter aus und werden in der Hauptsache aus den Rebsorten Chardonnay (hier auch Melon d'Arbois oder Gamay blanc genannt) und Savagnin verschnitten. Der Anteil des Chardonnay muss dabei mindestens 50 % betragen, liegt aber aufgrund des eigenwilligen Charakters des Savagnin meist bei mindestens 80% und erreicht nicht selten 100%. Der seltene Crémant du Jura rosé wird aus den Sorten Pinot Noir, Poulsard, Pinot Gris und / oder Trousseau gekeltert. Die verarbeiteten Reben müssen in jedem Fall aus dem Jura kommen. Aufgrund der Anwendung der klassischen Flaschengärung, das dem Herstellverfahren des Champagner gleicht, wird der Wein als Crémant bezeichnet, ein Indiz für hohe Qualität. Der Begriff Crémant wurde frankreichweit eingeführt, als sich die Weinbauern der Champagne erfolgreich beim Verbot der weltweit gebräuchlichen Bezeichnung Méthode Champenoise zur Charakterisierung der Flaschengärung durchsetzten. Im Vergleich zu einem Winzer-Champagner ist der Crémant du Jura mit ca. 6,50 - 9 € / Flasche etwas günstiger, kann allerdings nicht ganz so lange gelagert werden. Der Crémant sollte spätestens ver bis sechs Jahre nach dem Kauf der Flasche bei einer Trinktemperatur von 5 bis 7°C genossen werden. Erntemengen: Obwohl ähnlich hergestellter Schaumwein im Jura schon seit Ende des 19. Jahrhunderts existierten, wurde die AOC Crémant du Jura erst am 9. Oktober 1995 eingeführt. Nach zaghaften Anfängen bist 1997 nahm die gekelterte Menge seither kontinuierlich zu. Im Jahr 2004 wurden insgesamt 15.000 Hektoliter Crémant du Jura bei einer Anbaufläche von 210 Hektar deklariert; das Produktionsvolumen kennt in den letzten Jahren Steigerungsraten von jährlich 20%. Die Beeren werden meist einige Tage vor der Ernte normaler Stillweine gelesen, da die Grundweine eines Schaumweines über ein kräftiges Säuregerüst verfügen sollten. Der Mindestzuckergehalt des Mosts zum Grundwein muss allerdings mindestens 136 g/l für die weißen Rebsorten und 144 g/l für die roten Sorten betragen. Die Sprache des Etiketts: Zusätzlich zur Bezeichnung „A.O.C. Crémant du Jura“ können auf dem Etikett noch die Bezeichnungen Blanc de Blancs, Blanc de Noirs, Brut, Millésimé und Rosé aufgeführt werden.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Crémant du Jura aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. MostAls Most (lat. mustum) wird allgemein durch Keltern (Pressen) gewonnener Fruchtsaft bezeichnet. Most wird je nach verwendeten Früchten unterschieden: Traubenmost (z. B. als Vorstufe zum Wein), Apfelmost, Birnenmost, usw. In Bayern, Baden-Württemberg sowie in Oberösterreich (dort auch als „Landessäure“ bezeichnet) wird traditionell der Most meist aus den so genannten Mostbirnen mit einer Beimengung von Äpfeln gekeltert, aber auch nur aus Äpfeln. Unter Süßmost versteht man den frisch gepressten, unvergorenen Apfelsaft.In der Schweiz, in Vorarlberg, in Oberösterreich, im niederösterreichischen Mostviertel, in Kärnten, in Teilen der Steiermark sowie in Bayern versteht man unter Most gefilterten oder ungefilterten Apfelwein („sauerer Most“). Süßmost hingegen wird dort der frisch gepresste und unvergorene Apfelsaft genannt. In Wien und anderen österreichischen Weinanbaugebieten versteht man unter Most den süßen unvergorenen Traubensaft. Nach seiner Apfelproduktion und der Verwendung dieser Äpfel wird das südwestliche Viertel von Niederösterreich Mostviertel genannt. Dasselbe gilt für den Schweizer Kanton Thurgau, der lokal als Mostindien bezeichnet wird. Im Passauer Land gibt es ebenfalls noch viele traditionelle Mostbauern. Siehe auch: Federweisser, Sturm, Pipperlmost. Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Most (Getränk) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. FederweißerDer Federweiße ist die meistgetrunkene Variante des Neuen Weins. Es handelt sich um aus weißen Rebsorten gepressten Traubenmost, der gerade begonnen hat zu gären. Er enthält Hefezellen als Schwebstoffe, die ihm wegen ihrer federweißen Farbe den Namen verliehen haben. Nachdem die Bezeichnung bedeutet, dass die Substanz weiß ist und nicht weiß macht, wird der Name auch wie „der Weiße“ dekliniert; man trinkt also z. B. den Federweißen. Grundsätzlich werden als Federweißer alle Zwischenstufen vom Traubenmost bis zum fast durchgegorenen Wein bezeichnet. Wegen der bei der Gärung entstehenden Kohlensäure schmeckt Federweißer recht spritzig, anfangs wie eine Art Traubenlimonade oder ein süßer Schaumwein. Abgrenzungen: Wie beim durchgegorenen Wein der Weißwein seine Entsprechungen in Form von Rot- und Roséwein besitzt, gibt es den Neuen Wein auch als deren Vorstufen:
Bezeichnungen: Abhängig von der Region variieren auch die Bezeichnungen: In Südwestdeutschland, der Schweiz und Südtirol nennt man ihn Suser oder Sauser, speziell in der Pfalz wird er Neuer Wein (gesprochen „Najer Woi“) oder - wegen seiner prickelnden Art - Bitzler genannt. In Franken werden die ersten, noch süßen Gärstufen als Bremser bezeichnet. In Österreich nennt man diese ersten Stufen Sturm, die letzte Staubiger. Andere Bezeichnungen sind Krätzer oder Neuer Süßer, in Südtirol auch einfach Neuer („Nuier“), auf Italienisch Vino Nuovo („Neuer Wein“). In Tschechien sagt man Burcák (Burtschaak). Rebsorten und Herstellung: Vor allem im Frühherbst wird Federweißer aus früh reifenden Rebsorten wie Bacchus, Ortega oder Siegerrebe hergestellt. Großproduzenten greifen teilweise auch auf Most aus Südeuropa zurück, der in Tankwagen angeliefert wird. Mit Vorrücken des Herbstes kann grundsätzlich jede Rebsorte verwendet werden. Traubenmost beginnt durch die von Natur aus enthaltene oder zugesetzte Hefe und abhängig von der Lagertemperatur recht schnell zu gären. Dabei werden die im Most enthaltene Glucose und Fructose der Trauben in Alkohol und Kohlensäure gespalten (Glykolyse). In der Regel werden nur solche Trauben zu Federweißem verarbeitet, die nicht das Potential haben, zu einem hochwertigen und lagerfähigen Prädikatswein vergoren zu werden. Solange noch reichlich Zucker vorhanden ist, wird durch dessen Süße der bereits entstandene Alkohol kaschiert, so dass dieser relativ unbemerkt in die Blutbahn übergehen kann. Deshalb wird die berauschende Wirkung des Federweißen oft erst mit Verzögerung oder gar nicht registriert. Der Federweiße enthält daneben Milchsäurebakterien und einen hohen Anteil an den Vitaminen B1 und B2. Er übt einen positiven Effekt auf die Peristaltik des Darms aus. Transport und Vermarktung: Ab einem Alkoholgehalt von etwa 4 % kann der Federweiße verkauft werden. Er gärt weiter, bis der gesamte enthaltene Zucker in Alkohol umgesetzt ist, und hat dann einen Alkoholgehalt von ca. 11 %. Bedingt durch die schnell fortschreitende Gärung lässt sich der Federweiße nur kurzzeitig lagern; nach einigen Tagen sollte er aufgebraucht sein. Weil ständig neues Kohlendioxid gebildet wird, dürfen die Gefäße nicht luftdicht verschlossen werden, sie würden sonst platzen. Da die offenen Gefäße nur stehend lagerbar waren und die Gärung früher nicht durch Kühlung verzögert werden konnte, war ein Transport über weitere Strecken nicht möglich. Federweißer war deshalb lange Zeit nur in den Weinbaugebieten bekannt. Dort findet auch heute noch die Mehrzahl der frühen Weinfeste statt, die z. B. in der Pfalz als „Bitzlerfeste“ bekannt sind. Je nach Beginn der Weinlese wird Federweißer von Anfang September bis Ende Oktober angeboten. In Österreich darf er laut Weingesetz vom 1. August bis 31. Dezember verkauft werden und muss einen Alkoholgehalt von mindestens 1 % haben. Meist wird Federweißer mit deftigen Speisen kombiniert. Klassische Kombinationen sind Federweißer und Zwiebelkuchen oder Pfälzer Saumagen, auch Maronen (Esskastanien) werden häufig dazu gegessen. Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Federweißer aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Blanc de Noirs
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Blanc de Noirs aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. Blanc de Blancs
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Blanc de Blancs aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |
