Rivesaltes Drucken


Rivesaltes ist eine Gemeinde im Département Pyrénées-Orientales, in der Region Languedoc-Roussillon im Südwesten Frankreichs. Die Gemeinde liegt ca. 8 km nördlich von Perpignan sowie 10 km vom Mittelmeer entfernt auf einer Höhe von 29 m ü. NN und verfügt über eine Fläche von 2.876 Hektar. Die 7.940 Einwohner (Stand 1999) werden Rivesaltais genannt.

Weinbaugebiet Rivesaltes:


Die Gemeinde gibt einem Weinbaugebiet mit dem Status einer Appellation d'Origine Contrôlée (seit dem 19. Mai 1972) seinen Namen. In 86 Gemeinden des Départements Pyrénées-Orientales und 9 Gemeinden des Départements Aude werden insgesamt ca. 10000 Hektar Wein auf steinigen Terrassen angebaut. Es werden Vin Doux Naturel (übersetzt natürlich süßer Wein) hergestellt, Weine deren Gärung durch Zugabe von Alkohol gestoppt wurde, um die gewünschte Restsüße zu erhalten. Man unterscheidet vier Typen:

  • Grenats (reduktiv ausgebaute junge Rotweine),
  • Ambrés (oxidativ ausgebaute Weißweine),
  • Tuilés (oxidativ ausgebaute Rotweine) und
  • Hors d'âge (5 Jahre oder ältere Weine der Sorte Ambrés oder Tuilés).

Ziel ist es immer, den goût du rancio (den Rancio - Geschmack) zu erzielen. Durch den oxidativen Ausbau im Fass oder im Gärballon wird der Wein allen Klimaschwankungen ausgesetzt. Durch die Kälte im Winter und die Hitze im Sommer altert der Wein schneller und wird zunehmend braun (dies gilt im Übrigen sowohl für den Weiß- wie auch den Rotwein, die sich im Alter farblich kaum noch unterscheiden). Er schmeckt sehr üppig nach Rosinen, Nüssen und Pflaumen und einen langen und trotz Restsüße recht trockenen Abgang. Daher eignen sich diese Weine nicht nur als Dessertwein sondern auch zum Apéritif.

Es werden auch Jahrgangs - Weine abgefüllt, welche man mindestens 25 - 30 Jahre lagern kann.

Zugelassenen Rebsorten:


Für die Weißweine sind die Rebsorten Muscat blanc à petits grains, Muscat d'Alexandrie, Grenache Blanc, Macabeo, Tourbat (auch Malvoisie du Roussillon genannt) zugelassen.

Für die Rotweine dürfen Grenache, Grenache Blanc, Grenache Gris, Macabeo und Tourbat eingesetzt werden. In geringen Umfang sind auch noch Carignan, Cinsault, Syrah und Listán zugelassen.

Liste der zugelassenen Gemeinden:


  • Im Département Pyrénées-Orientales:

Argelès, Bages, Baho, Baixas, Banyuls-dels-Aspres, Bélesta, Le Boulou, Brouilla, Cabestany, Caixas, Calce, Camélas, Canet, Canohès, Cases-de-Pène, Cassagnes, Castelnou, Céret, Claira, Corbère, Corbère-les-Cabanes, Corneilla-de-la-Rivière, Corneilla-del-Vercol, l'Ecluse, Elne, Espira-de-l'Agly, Estagel, Fourques, Ille-sur-Têt, Laroque-des-Albères, Latour-Bas-Elne, Latour-de-France, Lesquerde, Llauro, Llupia, Maureillas, Maury, Millas, Montauriol, Montescot, Montesquieu, Montner, Nétiach, Opoul-Périllos, Ortafa, Palau-del-Vidre, Passa, Pia, Perpignan, Peyrestortes,Pézilla-de-la-Rivière, Planèze, Pollestres, Ponteilla, Rasiguères, Reynès, Rivesaltes, Saint-André, Sainte Colombe, Saint-Estève, Saint-Feliu-d'Amont, Saint Féliu-d'Aval, Saint-Génis-des Fontaines, Saint-Hyppolyte, Saint-Jean-Lassaille, Saint-Jean-Pla-de-Corts, Saint Nazaire, Saint-Paul-de-Fenouillet, Saleilles, Salses, Le Soler, Sorède, Tautavel, Terrats, Thuir, Tordères, Toulouges, Tresserre, Trouillas, Villelongue-dels-Monts, Villemolaque, Villeneuve-de-la-Raho, Villeneuve-de-la-Rivière, Vingrau, Vivès.

  • Im Département Aude:

Cascatel, Caves, Fitou, Lapalme, Leucate, Paziols, Treilles, Tuchan, Villeneuve-des-Corbières.

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Dessertwein:


  • Als Dessertwein bezeichnet man einen süßen, vollmundigen Wein, der am Ende einer Mahlzeit mit dem Dessert gereicht wird. Zu den Dessertweinen zählen beispielsweise Muskateller, Caluso Passito, Tokajer, Málaga und Samoswein.
  • Weiter zu den Dessertweinen werden Weine gerechnet, deren Trauben vor der Kelterung gefroren waren (Eisweine), eine Edelfäule durchgemacht haben (Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Sauternes) oder nach der Lese getrocknet wurden (Trockenbeere, Zibebe, z.B. Vin Santo). Dieses sorgt für einen hohen Zuckergehalt des Mostes (Öchslegrad).
  • Charakteristisch für Dessertweine ist der hohe Alkoholgehalt und die vorhandene Restsüße. Letztere entsteht dadurch, dass die Weinhefe durch den hohen Alkoholgehalt abstirbt, bevor aller vorhandener Zucker zu Alkohol vergoren ist. Nicht verwechselt werden sollten Dessertweine mit Likörweinen, die mit anderen alkolischen Erzeugnissen verschnitten oder mit Alkohol "gespritet" werden.

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Apéritif:


    Campari Soda mit Kartoffelchips und Nüsschen ©
    Campari Soda mit Kartoffelchips
    und Nüsschen
  • Ein Aperitif, in der Schweiz oder als allgemeine Kurzform auch Apéro (aus franz. apéritif, Kurzform apéro zu lat. aperire "öffnen") genannt, ist ein appetitanregendes, trockenes und meist alkoholisches, in angenehme Stimmung versetzendes Getränk, das vor dem Essen konsumiert wird. Während der Aperitif in Frankreich und in Italien unabdingbar zu einem guten Essen gehört, beginnt sich diese Tradition in Deutschland erst allmählich durchzusetzen.
  • Bei Einladungen hat er meistens die Funktionen, den schon eingetroffenen Gästen die Wartezeit zu verkürzen, bis alle da sind und man sich zu Tisch begeben kann.
  • Als Aperitif eignen sich bestimmte Spirituosen, Südweine, Schaumweine, aromatisierte Weine und nicht zuletzt das kleine Bier, sowie bestimmte Shortdrinks (Before-Dinner Cocktails). Oft wird eine Basisspirituose durch Zugabe von Vermouth abgerundet. Als Trinkgläser werden dann meist vorgekühlte, kelch- oder schalenförmige Stielgläser verwendet.
  • Dabei gibt es sowohl regionale Vorlieben als auch Modetrends. In Südfrankreich ist der klassische Aperitif ein Pastis, im Burgund der Kir. Vor einigen Jahren war vor allem Sherry in Mode. Heute kann so ziemlich jedes nicht allzu alkoholhaltige Getränk als Aperitif dienen, das kann auch einfach ein Glas Wein sein, aber auch ein Glas einer fruchtigen Bowle. - Als nicht-alkoholischer Aperitif eignet sich z.B. ein würziger Tomatensaft oder ein frisch gepresster Grapefruitsaft. Auf keinen Fall sollten Aperitifs, die vor einem Menue gereicht werden, Milch oder Ei enthalten.
  • Zum Menü bzw. den dazu gereichten Weinen sollte der Aperitif auch passen, z. B. kein süßer Aperitif vor einem herben Wein oder kein Aperitif auf Eis vor einer heißen Suppe.
  • Oft werden zum Aperitif kleine Appetithäppchen oder Knabbergebäck gereicht, z. B. Pistazien, Oliven o. ä., so dass Aperitif auch das Getränk in Verbindung mit den gereichten Kleinigkeiten bezeichnet.
  • Rotwein und Wermut als Aperitif mit Beilage ©
    Rotwein und Wermut als
    Aperitif mit Beilage
  • In der Schweiz wird oft auch zum Apéro eingeladen, einer Art Stehparty, bei der kleines Gebäck und Drinks serviert werden. Danach muss nicht unbedingt ein Essen folgen, wie man es aufgrund des Wortes Aperitif vermuten könnte.
  • Verbreitete Aperitifs: Sekt, Prosecco, Champagner, Sherry, Portwein, Marsala, Dubonnet, Vermouth, Campari, Aperol, Cynar, Picon, Raki, Pastis, Ouzo, Suze, Lillet.

Bekannte Aperitif-Cocktails:

  • Manhattan und seine Variationen: Affinity, Bobby Burns, Brooklyn, Rob Roy, Rory O'More.
  • Martini dry und seine Variationen.
  • Kir, oft auch Kir Royale.

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